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Praxis Dr. Tank
Newsletter #6 / 2012

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Liebe Leser,

das Jahr neigt sich dem Ende zu. Während Sie sich vielleicht in den Weihnachtsstress stürzen und Geschenke kaufen, was das Zeug hält, habe ich beschlossen, diesem Treiben aus dem Weg zu gehen. Ich bin in Afrika und hole den verpassten Teil meiner 2009 abgebrochenen Reise nach. Es gibt dort noch einige Gebiete, in denen so etwas wie Natur in (fast) unberührter Form existiert. Dort leben noch Wildtiere, die wir nur aus Zoos kennen. Ich will sie noch sehen, bevor die Menschen die letzten Reservate nutzbar machen, denn dass das passiert, ist unzweifelhaft. Als ich klein war, hat schon Prof. Grzimek darum geworben, dass die Serengeti nicht sterben darf. Serengeti lebt noch, und die durch das Naturschutzgebiet geplante Autobahn ist derzeit vom Tisch. Entwicklung und Entwicklungshilfe wird weltweit als Weg zu dem Lebensstandard verstanden, den wir bei uns haben. Und bei allen Errungenschaften, die das Leben leichter, länger oder besser machen, sind wir es doch, die die Natur nicht respektiert haben. Wirklich unberührte Natur gibt es bei uns kaum noch. Ich hoffe durch meine Safari dazu beizutragen, dass die Tiere in den Naturreservaten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der jeweiligen Länder werden, und man vielleicht erkennt, dass es gut sein könnte, sie am Leben zu erhalten.

Dieser Newsletter ist wesentlich länger, als alle Vorgänger. Mir brennen einige Dinge auf der Seele, die ich unbedingt mal loswerden will. Seien Sie unbesorgt, in Zukunft werde ich zu dem normalen Umfang zurückkehren. Aber vielleicht finden Sie über Weihnachten die Zeit, doch alles zu lesen. Und vielleicht kann ich Ihr Interesse wecken.

In diesem Newsletter erwartet Sie eine bemerkenswerte Studie, die erstmals Zahlen liefert, die belegen, dass geimpfte Kinder mehr chronische Erkrankungen haben, als ungeimpfte Kinder. Weiterhin wird auf die Gefahr von Begleitstoffen in Impfstoffen hingewiesen. Eine italienische Studie zeigte, dass Epilepsie etwas mit Milchkonsum zu tun hat. Dänische Forscher haben bestätigt, dass Vorsorgeuntersuchungen die Sterblichkeit nicht verringern. Und: ich bin ziemlich dick geworden und denke mal laut darüber nach, woran das liegen könnte.

Als Gastbeitrag schreibt die Heilpraktikerin Kerstin Rohde über die homöopathische Hausapotheke und stellt sechs Mittel vor, die man als erste Hilfe benutzen kann, auch und gerade bei Kindern.

Jahresendgedanken, die mich beschäftigen, will ich Ihnen auch nicht vorenthalten. Umweltzerstörung durch unser Konsumverhalten spielt eine Rolle, ein Stichwort heißt hier "Palmöl".

Ich wünsche Ihnen einen guten Jahresabschluss und ein paar Tage mit weniger Stress und mehr Zeit für sich selbst!

Ihr M.Tank
 
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In diesem Newsletter

Neue Daten zur Gesundheit von geimpften und ungeimpften Kindern
Zusatzstoffe in Impfstoffen
Homöopathische Hausapotheke für Kinder
Epilepsie und Kuhmilchallergie
Check-up Untersuchungen - Sinn oder Unsinn?
Was macht dick?
Jahresendgedanken
Aktuelle Mitteilung â“

Urlaub

Ich befinde mich vom 7. Dezember 2012 bis zum 6. Januar 2013 im Urlaub.

Die Praxis bleibt bis zum 19. Dezember geöffnet und Sie haben die Möglichkeit, Termine bei Frau Rohde und Frau Rose wahrzunehmen, Bücher zu erwerben und Ihre Befunde abzurufen.
Impfthema

Neue Daten zur Gesundheit von geimpften und ungeimpften Kindern

imageJahrelang gab es keine Daten zur Gesundheit von ungeimpften Kindern im Vergleich mit geimpften Kindern. Pharmafirmen, die Impfstoffe herstellen, lehnen solche Studien ab, weil es "unethisch sei", jemanden nicht zu impfen. Schon allein in dieser Aussage steckt die Behauptung, Impfen müsse nützlich sein. Die Untersuchungsergebnisse von Studien zur Verträglichkeit von Impfstoffen, zu ihrer Dosisfindung etc. sind Betriebsgeheimnisse der Hersteller und nicht öffentlich zugänglich. Langzeitstudien, ob Impfungen Spätschäden auslösen, existieren nicht. Details habe ich in meinem Buch "Impfen oder nicht-was tun?" bereits dargelegt. Nun ist seit kurzem eine neue Datenlage entstanden, die aufhorchen lässt. Der Arzt und Homöopath Rolf Kron aus Kaufering hat 2008/2009 eine Internetbefragung durchgeführt. Er bat Eltern von ungeimpften Kindern zu Symptomen und Krankheitshäufigkeiten Stellung zu nehmen und ihm einen entsprechenden Fragebogen auszufüllen. Details finden Sie unter www.impfschaden.info.

Das Bundesgesundheitsamt (Paul-Ehrlich-Institut / PEI) führte 2003 bis 2006 ei ne repräsentative Untersuchung zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch und veröffentlichte diese im KIGGS-Report (www.kiggs-studie.de).

Rolf Kron konnte nun seine Daten von über 2200 ungeimpften Kindern mit den Daten von jeweils über 8000 Jungen und Mädchen vergleichen. Da die Durchimpfungsquote bei Kindern über 90% liegt (unterschiedlich für einzelne Erkrankungen), sind die offiziellen Daten der KIGGS-Studie eine Mischung aus sehr vielen geimpften und wenigen ungeimpften Probanden. Die tatsächliche Quote an Erkrankungen in der geimpften Kohorte dürfte demnach noch etwas höher liegen.

Das Resultat:



Geimpfte Kinder haben bis zu
  • 16 x häufiger Asthma
  • 6 x häufiger Neurodermitis
  • 9 x häufiger Allergien
  • 5 x häufiger Mittelohrentzündungen
  • 12,5 x so häufig ADHS
  • 3,3 x häufiger Epilepsie
  • 10 x häufiger Diabetes
  • 50 x häufiger Autismus
(Für die kursiv geschilderten Krankheitshäufigkeiten sind die Fallzahlen so gering, dass die Statistik das wirkliche Risiko nicht abschätzen kann.)

Es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Impfungen und chronischen Erkrankungen im Kindesalter und Jugendalter.

Weitere Studien belegen eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit nach Impfungen.

Rolf Kron rechnet in seiner Publikation (Link siehe oben) vor, dass etwa 2% aller Kinder im Vorschulalter keinen Impfschutz gegen Tetanus haben (Durchimpfungsquote ca. 98%). Diese 2% entsprechen über 80 000 Kindern, die auch spielen und sich verletzen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Impfrate ab, so dass auch ca. 1 Million Erwachsener keinen nach offiziellen Angaben ausreichenden Impfschutz haben. Dennoch ist Tetanus eine extrem seltene Erkrankung mit ca. 4 Todesfällen pro Jahr in Deutschland. Diesen vier Todesfällen und etwa 30 Erkrankungen stehen Meldungen von Impfkomplikationen gegenüber, wobei durch die Verwendung von Mehrfachimpfstoffen eine eindeutige Zuordnung zu einem Impfstoffbestandteil oft nicht möglich ist.

Gemeldet wurden in den Jahren 2001 -2006 (nur diese Zahlen wurden im Impfreport 2007 veröffentlicht) 2835 Impfkomplikationen, davon 165 Todesfälle, 262 bleibende Schäden und 1380 möglicherweise bleibende Schäden. Bei einer angenommenen und öffentlich immer beklagten Meldequote von 5%, kann man das auf 9440 Erkrankungen im Zusammenhang mit einer Tetanusimpfung, 560 Todesfälle und 5480 bleibende oder möglicherweise bleibende Schäden hochrechnen.

Die Folgekosten werden in der Regel nicht von den Impfstoffherstellern getragen.

Kommentar

Erstmals liegen verlässliche Zahlen vor, die zeigen, dass das, was Mediziner schon lange vermuten mussten, tatsächlich so ist. Impfen mag zwar vor dem Ausbruch von Erkrankungen schützen, aber es führt nicht zu langfristig besserer Gesundheit. Zusätzlich zu den horrenden Kosten (bei ca. 677000 Geburten pro Jahr geht es um einen Markt von ca. 450 000 000 Euro nur für Kleinkinderimpfungen) kommen dann die Kosten für die Behandlung der chronischen Folgekrankheiten. Impfkomplikationen sind bei manchen Impfungen nachweislich häufiger als die Erkrankung selbst. Auch diese Erkrankungen und ihre Kosten könnten vermieden werden.

Da der Markt an Kinder- und Jugendimpfungen gesättigt ist, wird nun durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) eine Werbeaktion durchgeführt, die alle nach 1972 geborenen auffordert, sich gegen Masern impfen zu lassen. Hintergrund ist die Vorgabe, dass man Masern weltweit ausrotten will, was theoretisch funktionieren könnte, weil der Mensch der einzige Wirt ist. Dummerweise impft man noch immer mit Lebendimpfstoffen, die eine Erkrankung auslösen (in 5% mit sichtbaren Hautveränderungen und insgesamt mit einer genauso hohen Gefahr wie bei der natürlichen Erkrankung, die immer tödliche Hirnentzündung SSPE zu bekommen), und von denen deswegen eine Gefahr ausgeht. Bei Polio hat man die eindeutig wirksamere Schluckimpfung mit lebenden Viren seit 1998 zu Gunsten der Totimpfung per Spritze abgeschafft, weil seit 1991 alle Poliofälle bei uns Impffolgen waren. Da stellt sich doch die Frage, wie man mit der Verabreichung von lebenden Viren eine Krankheit ausrotten will. Dass es nicht funktioniert hat Polio doch gezeigt.

Meine Vermutung ist vielmehr die, dass es bei gesättigtem Markt kaum noch Chancen gibt, eine Steigerung und daher mehr Umsatz zu erreichen. Deswegen ist das neue Ziel die Erhöhung der Durchimpfungsquote der Erwachsenen. Ob das epidemiologisch sinnvoll ist, darf bezweifelt werden. Fakt ist, dass nach Impfungen Allergien zunehmen. Viele können berichten, dass sie plötzlich Heuschnupfen bekommen haben, nachdem sie im Vorjahr geimpft wurden. Es gibt auch zu diesem Zusammenhang bei Erwachsenen keine Studien, sondern nur klinische Beobachtungen.

Die zunehmende Reisefreudigkeit der Deutschen führt auch zu einer Zunahme von Impfungen. Meist unkritisch wird alles geimpft, was noch geht. Reiseimpfungen sind nämlich Privatsache und müssen teuer nach der Gebührenordnung bezahlt werden. Bei dieser Form der Abrechnung bekommt der Arzt deutlich mehr Geld, als bei Impfungen auf Kasse. Eine Impfung nach Landkarte, (wo fährt man hin und was gibt es da?) ist meist nicht sinnvoll. Es muss vielmehr berücksichtigt werden, was der Reisende dort tut und wo er sich aufhält und es muss über begleitende Maßnahmen gesprochen werden. Wichtiger als eine Reiseimpfung ist nämlich die Vorbeugung der Erkrankung. Hygienisch einwandfreies Verhalten und die Verhinderung von Insektenstichen sind wirksamer als alle Impfungen. Und bevor geimpft wird, muss festgestellt werden, was an Impfschutz besteht. Dazu braucht man den Impfpass und am besten eine Blutuntersuchung. Die Blutuntersuchung kann zeigen, ob gegenüber einem Krankheitserreger oder Toxin ein Antikörperspiegel besteht und wie hoch der ist. Zwar ist nicht eindeutig gesichert, dass hohe Antikörperspiegel auch zuverlässig schützen, aber es gibt derzeit kein anderes Kriterium. Hohe Antikörpertiter sollten in jedem Fall dazu führen, dass nicht nach Aktenlage (alle 10 Jahre Auffrischung) geimpft wird, sondern nach dem persönlichen Befund und unter Berücksichtigung persönlicher Umstände, wie Begleiterkrankungen oder Medikamenteneinnahme.

Meinem Buch "Impfen oder nicht - was tun?" wird ab sofort eine Zusammenfassung von Rolf Krons Untersuchung beigelegt. Interessiert? Die Praxis ist vor Weihnachten bis zum 19. Dezember besetzt, wir können Bücher also bis zum Mittwoch vor Heilig Abend verschicken. Bestellungen unter: praxisdrtank@web.de oder über die Homepage www.impfenodernicht.de. Über www.amazon.com haben wir keinen Einfluss auf die Versendung.


Keuchhusten

Zunehmend wird zur Keuchhustenimpfung (Pertussis) aufgerufen. Impfstoffe, die Keuchhusten enthalten, sind z.B. Boostrix, Boostrix Polio, Covaxis, Repevac, Infanrix hexa, Pentavac, Infanrix (alles registrierte Markennamen). Keuchhusten als Impfstoff ist NICHT einzeln erhältlich.

Beim Keuchhusten handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die zwar lästig ist, aber, außer für Säuglinge, nicht gefährlich. Sie kann mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings nützt die Behandlung nur, wenn sie sehr frühzeitig erfolgt. Im Stadium zwei der Erkrankung ist die Bronchialschleimhaut durch ein von den Bakterien gebildetes Toxin geschädigt, so dass der typische bellende Husten nicht mehr zu verhindern ist. Daraus ergibt sich das Dilemma, dass die Erkrankung erst erkannt wird, wenn man nur noch abwarten kann. Die Idee, wenn alle geimpft sind, können die Säuglinge nicht angesteckt werden, ist völlig absurd. Bakterien vermehren sich überall da, wo die Lebensbedingungen für sie gut genug sind, z.B. auf den Schleimhäuten der menschlichen Atemwege. Auch geimpfte Menschen können von den entsprechenden Bakterien befallen sein und sie weitergeben. Die Impfung verhindert dieses NICHT!

Übrigens auch nicht bei anderen bakteriellen Erkrankungen gegen die geimpft wird, wie Meningokokken, Pneumokokken. Die Impfung mag dazu führen, dass weniger Menschen die Krankheit erleiden, aber sie kann die Bakterienweitergabe nicht unterbinden. Allerdings kann sie möglicherweise bei den Geimpften die Hustenattacken lindern oder gar verhindern. Das mag dem Einzelnen weniger lästig sein, aber wenn jemand nicht hustet, obwohl er krank ist, wird er nicht als potentiell ansteckend erkannt und deswegen nicht vom gefährdeten Säugling ferngehalten. Besser als die Eltern, die Oma, die Tante oder den Onkel zu impfen, ist, sie in den ersten Lebensmonaten vom Kinde fern zu halten, wenn sie "Erkältungszeichen" zeigen und sie zu bitten, einen Mundschutz zu tragen und sich regelmäßig die Hände zu waschen. Sie können Keuchhusten mit den in meinem Buch beschriebenen Globuli vorbeugen.

Beim Husten die Hand vor den Mund zu halten sollte sich jeder abgewöhnen. Mit den gleichen Händen, die wir aus Anstand vor den Mund halten und die wir anhusten, fassen wir Türgriffe, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Fernbedienungen oder Fahrstuhlknöpfe etc. an und geben so Erreger weiter. Husten und niesen Sie in die Ellenbeuge, dort haben Sie deutlich weniger Kontakt mit den Mitmenschen. Bei Reiseimpfempfehlungen wird neuerdings ebenfalls auf Keuchhusten hingewiesen und meistens auch in Kombinationsimpfungen verabreicht. Verzichten Sie drauf! Es nützt Ihnen wenig, aber es kann unliebsame und irreversible Folgen für Ihr Immunsystem haben.
Impfthema

Zusatzstoffe in Impfstoffen

image Während bis vor wenigen Jahren Thiomersal als Konservierungsstoff in Impfstoffen eingesetzte wurde (enthält Quecksilber), richtet sich das Interesse heute auf Aluminiumverbindungen. Aluminium ist das dritthäufigste Element in der Erdkruste und kommt deswegen weit verbreitet vor. Im Menschen gehört es zu den Spurenelementen. Es konnte bis heute keine aluminium-abhängige biologische Funktion identifiziert werden. Aluminium wird von uns mit dem Essen aufgenommen und bei Gesunden über die Niere wieder ausgeschieden. Aluminium ist sehr reaktionsfreudig und liegt deswegen fast ausschließlich als chemische Verbindung vor. Untersuchungen an Menschen und Säugetieren legen eine möglicherweise gesundheitsschädigende Wirkung nahe.

In der Medizin wird Aluminium zumeist als Hydroxid oder Phosphat in Impfstoffen und bei der Hyposensibilisierung eingesetzt. Aluminium im Impfstoff soll die Immunantwort auf das Antigen erhöhen. Allergene sind kleinste Strukturen, die vom Immunsystem besser erkannt werden, wenn sie an etwas größere Partikel gebunden sind. Aluminiumverbindungen stellen ein solches Bindemittel dar. Außerdem sollen die eingesetzten Aluminiumverbindungen immunstimulierend wirken und die Stärke der Immunantwort auch bei kleinen eingesetzten Allergenmengen erhöhen.

Durch die Steigerung Ihrer körpereigenen Immunantwort kann der Impfstoffhersteller eine kleinere Menge an Antigen einsetzen, was die Produktion preiswerter macht und den Gewinn vergrößert.


Aluminium - ein Nervengift?

Laut "Current Medicinal Chemistry": "Die experimentelle Forschung ... zeigt deutlich, dass Aluminium-Adjuvantien potenziell in der Lage sind, schwerwiegende immunologische Erkrankungen beim Menschen auszulösen. Insbesondere trägt Aluminium in der adjuvanten Form ein Risiko für Störungen der Autoimmunität, langfristige Entzündungen des Gehirns und der damit verbundenen neurologischen Komplikationen in sich und kann somit tiefgreifende und weit verbreitete schädliche Folgen für die Gesundheit haben".

Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass eine chronische Aktivierung des Immunsystems im Gehirn eine wichtige Ursache von Funktionsstörungen des Gehirns bei zahlreichen degenerativen Hirnerkrankungen wie Multipler Sklerose, der Alzheimer-Krankheit, dem Parkinson-Syndrom und ALS (Amyothrophe Lateralsklerose) ist. Dies könnte den Zusammenhang zwischen Aluminium-haltigen Impfstoffen und diesen Krankheiten erklären.

Wenn Sie oder Ihr Kind mit einem Aluminium-haltigen Impfstoff geimpft werden, häufen sich die Aluminium-Verbindungen, verbleiben nicht nur an der Injektionsstelle, sondern können auch in das Gehirn wandern und sich dort ablagern.

Im Gehirn gelangt das Aluminium an die Neuronen und Gliazellen (Astrozyten und Mikroglia). Studien haben gezeigt, dass Aluminium die Mikroglia aktivieren kann, was bedeutet, dass das Aluminium in Ihrem Impfstoff Grundlage für Überreaktionen der Mikroglia ist.

Auch eine Studie in "Pediatrics", der offiziellen Zeitschrift der "American Academy of Pediatrics", räumte ein: "Aluminium ist jetzt bekannt als zerstörender Faktor bei einer Vielzahl von zellulären und metabolischen Prozessen im Nervensystem und in anderen Geweben".

"Aluminium ist nicht nur giftig an und für sich, es beeinträchtigt auch die Fähigkeit Ihres Körpers, Quecksilber auszuscheiden, und es beeinträchtigt Glutathion-Synthese. Als Folge davon wird das Aluminium die gleichen gesundheitlichen Schäden verursachen, wie das Quecksilber auch, dem Sie ausgesetzt sind durch den Verzehr von Meeresfrüchten, Zahnfüllungen, Impfstoffen und anderem." (Zitat von www.biomedizin-blog.de/de/gesundheitsrisiken-von-aluminium-in-impfstoffen-wp203.html)


Aluminiumhydroxid, Aluminiumphosphat, Aluminiumsulfat

"Aluminium kann zu neurologischen, skelettalen und hämatologischen Vergiftungssymptomen führen (Zhu H, Webb M, Buckley J & Roberts NB: Different Mg to Fe ratios in the mixed metal MgFe hydroxy-carbonate compounds and the effect on phosphate binding compared with established phosphate binders. J Pharm Sci 91(1): 53-66, 2002).

Bekannt ist mittlerweile, dass Aluminiumverbindungen zur sogenannten makrophagischen Myofaszitis, einer Muskelerkrankung führen können. Hierbei kommt es zu Entzündungen des Muskels an der Einstichstelle( Rivas E, Gomez-Arnaiz M, Ricoy JR, Mateos F, Simon R, Garcia-Penas JJ, Garcia-Silva MT, Martin E, Vazquez M, Ferreiro A, Cabello A.Macrophagic myofasciitis in childhood: a controversial entity.Pediatr Neurol. 2005 Nov;33(5):350-6., Heidary N, Cohen DE.Hypersensitivity reactions to vaccine components. Dermatitis. 2005 Sep;16(3):115-20.,Shingde M, Hughes J, Boadle R, Wills EJ, Pamphlett R.University of Sydney, Sydney, NSW. Macrophagic myofasciitis associated with vaccine-derived aluminium. Med J Aust. 2005 Aug 1;183(3):145-6. )

In einer neuen Studie berichten die Autoren Petrik et al. (noch im Peer-Review-Verfahren, also nicht veröffentlicht) zu den Auswirkungen von Aluminiumadjuvantien auf motorische Neuronen bei Mäusen. Ausgangspunkt der Untersuchung war der Verdacht, dass das Golfkriegssyndrom durch die Anthrax-Impfungen verursacht sein könnte. Pathogenetisch könnte die direkte Toxizität von Aluminium, aber auch die indirekte Toxizität über Induzierung von Autoimmunphänomenen durch TH1/TH2-Dysbalance dafür verantwortlich sein. Die Autoren schreiben auch in ihrer Studie, dass der Gebrauch von Aluminiumverbindungen in Impfstoffen(z.B. Hepatitis A und B, Diphtherie, Pertussis, and Tetanus) zu weitreichenden neurologischen Folgen führen könnte. Ohne Langzeitstudien könne die Sicherheit dieser Stoffe nicht belegt werden und viele, die heute mit Aluminiumverbindungen geimpft würden, hätten das Risiko an neurologischen Komplikationen zu erkranken.

Diese Ergebnisse werden auch von einer neuen Studie der Neurowissenschaftlers Chris Shaw und Tomljenovic bestätigt. Im Abstract der Arbeit ist zu lesen: Aluminium ist ein experimentell nachgewiesenes Neurotoxin und wird heute weit verbreitet in Impfstoffen als Hilfsstoff verwendet. Trotz des über 90 jährigen Gebrauchs von ALuminium in Impfstoffen, ist das Wissen über die Wirkungsweise bemerkenswert gering. Auch gibt es kaum Daten zur Toxikology und Pharmakokinetik dieser Stoffe. Trotzdem geht man davon aus, dass Aluminium in Impfstoffen sicher ist. Experimentelle Forschung konnte jedoch zeigen, dass Aluminium Hilfsstoffe das Potential haben, immunologische Beschwerden bei Menschen hervorzurufen. Hervorzuheben sind hier vor allem die Risiken für Autoimmunerkrankungen, chronische Hirn-Entzündungen und damit verbundene neurologische Komplikationen. (L. Tomljenovic, C. A. Shaw, Current Medicinal Chemistry pp.2630-2637 (8))
(Zitiert aus www.impfschaden.info)

Kommentar

Wenn Aluminium seine direkt toxische Wirkung wohl erst ab einer bestimmten, relativ hohen, Konzentration entfaltet, so bleibt doch ein fader Beigeschmack. Untersuchungen müssten alle Aluminiumverbindungen berücksichtigen, um eine Aussage treffen zu können. Und welche der vielen Aluminiumverbindungen nun welche Wirkung hat, ist schwer zu analysieren. Die in Impfstoffen und Hyposensibilisierungslösungen eingesetzten Aluminumverbindungen sollen die Reaktivität des Impfstoffs erhöhen. Was jedoch bedeutet das? Es bedeutet einen ungerichteten Eingriff in das Immunsystem, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, weil man die einmal in den Muskel gespritzten Verbindungen nicht mehr entfernen kann. Möglich ist z.B., dass durch die Aluminiumverbindungen auch das umliegende Gewebe an der Einstichstelle so verändert wird, dass es als Allergen wirkt und auf diese Weise Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden. Eine allgemeine Erhöhung der Immunantwort kann zu einer überschießenden Reaktion an anderer Stelle führen. Dafür sprechen die Beobachtungen, dass Pollenallergien gerne im Jahr nach Impfungen verstärkt oder erstmals auftreten. Es gibt keine Untersuchungen, die belegen dass Säuglinge Aluminium in gleichem Maße über die Niere entgiften können, wie Erwachsene. Sicher ist aber, dass Säuglinge über die Muttermilch wesentlich weniger Aluminium bekommen, als Erwachsene mit dem Essen aufnehmen. Für Säuglinge bedeuten mehrere Impfungen nicht nur eine unnatürliche Belastung mit Krankheitserregern, sondern auch eine Belastung mit Aluminium. Über dessen Wirkung, insbesondere im unreifen Immunsystem eines Säuglings, wissen wir wenig, wie die o.a. Studien zeigen.

Für mich stellt der Aluminiumgehalt der Impfstoffe einen weiteren Grund dar, von Impfungen im Säuglings- und Kleinstkindalter abzuraten.
Homöopathie

Homöopathische Hausapotheke für Kinder

Gast-Artikel von Kerstin Rohde, Heilpraktikerin für klassische Homöopathie, die in meinen Räumen praktiziert

image Homöopathische Hausapotheken werden in vielen Apotheken und im Internet angeboten. Insbesondere Eltern von kleinen Kindern sind dafür eine große Zielgruppe. Doch macht es wirklich Sinn, sich ein Etui mit 30, 60 oder 100 Arzneien anzuschaffen und dafür 100 Euro oder mehr auszugeben?

Für Laien sind die Mittel nicht eindeutig zu differenzieren. Theoretisch könnte jede Arznei z.B. bei einem grippalen Infekt helfen. Entscheidend für die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels ist, welche individuelle Symptomatik im Vordergrund steht. Wählt man nun ein Mittel aus, das nicht exakt zu den jeweiligen Symptomen passt, wird es nicht optimal wirken. Wenn sich so eine Erfahrung ein paar Mal wiederholt, wandert die teure Hausapotheke schnell ins Abseits und wird nicht mehr benutzt.

Besser wäre es, sich von einem homöopathisch praktizierenden Arzt oder Heilpraktiker betreuen zu lassen. Dann können Sie sich im akuten Erkrankungsfall mit Ihrem Therapeuten abstimmen und anschließend ohne Zeitverlust das passende Mittel geben. Im Idealfall wird die Hausapotheke nach der Anamnese passend für Sie zusammengestellt. Sie können also zum Erstgespräch kommen, dann wird für Sie oder Ihre Kinder eine jeweils individuelle Hausapotheke erarbeitet. Der Vorteil ist, dass Sie nicht alle Mittel haben müssen und dass der Behandler Sie oder das Kind kennt. So können viel exaktere Auswahlen getroffen werden.

Wenn Sie bisher keine Erfahrungen mit Homöopathie gemacht haben und Ihre ersten Versuche auf eigene Faust unternehmen wollen, möchte ich Ihnen nur fünf Arzneien für akute Beschwerden und ein Verletzungsmittel empfehlen, mit denen man eine Menge bewegen kann.

Die folgenden kurzen Fallbeispiele und die anschließende Zusammenfassung geben einen Überblick über typische Anwendungsgebiete.

Beispiel 1
Chamomilla: Kolik - Zahnung - Ohrenschmerzen
Säugling Max schreit wie am Spieß und lässt sich einfach nicht beruhigen. Kurzfristig bessert etwas Ablenkung oder Herumtragen, dann geht das Schreien weiter. Wahrscheinlich sind es Blähungskoliken, doch nichts kann so recht helfen. In solchen Fällen ist oft Chamomilla das erste Mittel der Wahl.

Max wird etwas älter und bekommt die ersten Zähne. Wieder schreckliches Geschrei, vielleicht ist eine Wange rot, die Temperatur etwas erhöht. Dazu kommen evtl. noch Verdauungsprobleme. Auch hier kann Chamomilla gut helfen.

Die Eltern möchten mit Max in den Urlaub fliegen. Aber kaum hebt das Flugzeug ab, ist das Geschrei groß, weil das Baby Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich hat und Ohrenschmerzen bekommt. Angebotenes Spielzeug zur Ablenkung wird wütend weggeschmissen. Keine schöne Situation für alle Beteiligten inklusive der genervten Mitreisenden. Wieder ein Anlass für eine Gabe Chamomilla.

Beispiel 2
Belladonna: Fieber und Entzündung
Paul hat sich in den ersten Monaten gut entwickelt, doch nun wird es Herbst, evtl. ist der Kopf kalt geworden, und am Abend stellt sich plötzlich Fieber ein. Paul hat ein heißes, rotes Gesicht, er brütet eine Hals- oder Ohrenentzündung aus. Die Eltern entscheiden, erst am nächsten Tag zum Kinderarzt zu gehen. Um das Baby in der Nacht zu unterstützen, geben Sie Belladonna. Evtl. bessern sich die Beschwerden damit so weit, dass der Arzt später darauf verzichten kann, ein Antibiotikum zu geben.

Beispiel 3
Pulsatilla: Erkältung mit Schnupfen
Lisa hat draußen gespielt, geschwitzt und sich dann erkältet. Die Nase ist voller Schleim. Das Mädchen ist weinerlich und sucht Trost auf dem Arm der Mutter. Lisa hat keinen Durst, aber ein Sahnepudding kann die Stimmung etwas bessern. Bei Erkrankungen, die mit dieser typischen anhänglichen Stimmung einher gehen, ist oft Pulsatilla ein hilfreiches Mittel.

Beispiel 4
Arsenicum album: Magen-Darm-Infekt
Man möchte es niemandem wünschen, aber manchmal passiert es eben doch: Emil hat etwas Verdorbenes gegessen. In der Nacht übergibt er sich mehrfach, evtl. kommt noch Durchfall hinzu. Das Kind friert, ist blass und geschwächt, der Bauch tut weh. Emil hat Durst, aber trinkt nur in winzigen Schlucken. Hier kann Arsenicum album helfen. Falls die Probleme jedoch andauern, sollte ein Arzt oder eine Klinik aufgesucht werden.

Beispiel 5
Nux vomica: Übelkeit
Sophie war das erste Mal auf einem Kindergeburtstag. Ehrgeizig hat sie bei allen Spielen mitgemacht, viele neue Kinder kennengelernt und jede Menge Kuchen, Süßigkeiten, Würstchen und Kartoffelsalat verspeist. Am Abend ist ihr übel, der Bauch schmerzt krampfartig, Sophie möchte sich erleichtern, aber kann nicht. Auf das Trösten ihrer Mutter reagiert sie gereizt. In einer solchen Situation kann Nux vomica oft Linderung verschaffen.

Beispiel 6
Arnica: Verletzung
Wenn Kinder spielen und toben, kommt es immer mal zu kleineren Verletzungen. Haben Sie ein paar Kügelchen Arnica dabei! Es ist das Erste-Hilfe-Mittel, egal, um welche Art von Verletzung es sich handelt und wie anschließend weiter behandelt wird.


Zusammenfassung Kinder-Notfall-Mittel:

1. Chamomilla C30
Extreme Reizbarkeit. Extreme Empfindlichkeit gegen Schmerzen. Z.B. bei Säuglingskoliken, Zahnungsbeschwerden, Ohrenschmerzen (auch im Flugzeug!) Dabei: heftiges Schreien, nicht zu beruhigen, will auf den Arm, wirft angebotenes Spielzeug wütend weg.

2. Belladonna C200
Plötzliches Einsetzen intensiver, oft pulsierender Beschwerden. Z.B. Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen. Dabei: schnell hohes Fieber, Entzündungszeichen (Hitze, Röte, Schwellung), große Pupillen, sehr empfindlich, Furcht durch Fieberträume. Schlechter abends.

3. Pulsatilla C30
Erkältungen und Ohrenentzündungen mit reichlich mildem Schleim (weiß, gelb oder grün). Für Kinder, die während ihrer Beschwerden eher sanft und weinerlich sind, auf den Arm möchten und getröstet werden wollen. Das Weinen löst Mitleid aus (im Gegensatz zum eher gereizten Schreien bei Chamomilla). Dabei: wenig Durst, meist heißblütig, selten frostig, frische Luft tut gut, Verlangen nach Sahne, Abneigung gegen (Fleisch-)Fett.

4. Arsenicum album C200
Erbrechen und/oder Durchfall durch Lebensmittelvergiftung oder Magen-Darm-Infekt. Auch bei Grippalen Infekten mit scharfen Absonderungen. Dabei: große Schwäche, brennende Schmerzen, Unruhe, Angst um die Gesundheit, Blässe, Frost, Durst auf kleine Schlucke. Schlechter nachts, nach Mitternacht.

5. Nux vomica C30
Tolles Mittel für viele Alltagsbeschwerden. Z.B. Krampfartige Bauchschmerzen und Übelkeit. Verstopfung oder Durchfall. Auch bei Erkältung mit verstopfter Nase. Oft Beschwerden nach "zu viel": zu viele Reize, zu viel Ehrgeiz, zu viel unternommen, zu viel gegessen oder getrunken. Dabei: leicht reizbar, genervt, wacht gegen 4 h früh auf, schläft schlecht wieder ein, morgens dann müde, eher frostig.

6. Arnica C30
Erste Hilfe für alle Arten von Verletzungen: Offene Wunden, Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Zerrungen, Brüche, Blutergüsse, Verbrennungen, Gehirnerschütterung. Nach Operationen oder Zahnbehandlungen. Bei Schockzuständen nach Unfällen. "Für die Behandlung akuter Beschwerden ist in der Regel C30 eine geeignete Potenz. Es können bis zur deutlichen Besserung der Symptome 3x täglich 3 Globuli gegeben werden (maximal 3 Tage lang). Für die beschriebenen Krankheitsbilder von Belladonna und Arsenicum album empfehle ich die Potenz C200."

ACHTUNG: Bei schwerwiegenden Erkrankungen oder Verletzungen suchen Sie bitte unbedingt Ihren Arzt oder Heilpraktiker bzw. eine Klinik auf.

Bei der hier dargestellten Auswahl handelt es sich um große Mittel, die zwar oft aber nicht immer zum akuten Beschwerdebild passen. Deswegen empfehle ich eine persönliche Hausapotheke, die nach einer ausführlichen Erstanamnese individuell für Sie zusammengestellt wird. Eine solche Anamnese ist auch zur homöopathischen Behandlung chronischer Beschwerden nötig.

Kontakt:
Kerstin Rohde, Krohnskamp 17, 22301 Hamburg, www.rohde-heilpraxis.de, Telefon 040 - 27 87 37 93
Allergie

Epilepsie und Kuhmilchallergie

image Rolando-Epilepsie ist eine gutartige Form der Epilepsie im Kindesalter, die meist in der Pubertät verschwindet. Die meisten Anfälle finden nachts statt. Am Beginn steht oft ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl der Zunge, der Lippen, des Zahnfleisches oder der Innenseite der Wange einer Gesichtshälfte. Darauf folgen häufiger leichte Verkrampfungen und meist auch Zuckungen in denselben Regionen einschließlich der Gesichtsmuskulatur einer Seite (= so genannte hemifaziale Kloni oder Myoklonien). Bei Beteiligung der Schluck- und Kaumuskulatur führen Schluckstörungen und vermehrter Speichelfluss zu gurgelnden oder grunzenden Lauten oder einem Zähneknirschen. Rolando-Epilepsien sind mit etwa 20 betroffenen Kindern und Jugendlichen auf 100 000 Menschen relativ häufig. Sie kommen bei Jungen fast doppelt so häufig vor wie bei Mädchen und machen 15 bis 20% aller Epilepsien des Kindes- und Jugendalters aus. Die Diagnose wird aus den Beobachtungen der Symptome und einem EEG (ElektoEncephaloGramm, Hirnstromableitung) gestellt.

Italienische Forscher haben nun herausgefunden, dass von 56 untersuchten Kindern mit Rolando-Epilepsie 20 eine Kuhmilchallergie aufwiesen. Die Überraschung war, dass bei diesen Kindern ein Verzicht auf Kuhmilch zu einem Verschwinden der Symptome und zu einer Normalisierung des EEG führte. Wurde wieder Milch zugeführt, traten bei 17 der betroffenen 20 Patienten die Anfälle wieder auf. (LucarelliS et al. Arch Dis Child 2012;97:481)

Kommentar:

Alle Säugetiere gewöhnen ihren Nachwuchs mit zunehmendem Lebensalter an "normale Nahrung". Das sind bei Pflanzenfresser Gräser oder Blätter, bei Fleischfressern entsprechende Beutetiere. Es darf als unnatürlich gelten, dass wir Menschen Milch auch nach unserem Säuglingsalter in großen Mengen konsumieren. Das gilt besonders, als wir Kuhmilch als Menschenmilchersatz ansehen. Es ist bekannt, dass ein großer Teil der Kinder mit Kuhmilch Allergie diese im Laufe der ersten zehn Lebensjahre wieder verliert. Man darf also einerseits von einer Reifung des Immunsystems ausgehen, andererseits nimmt die Fähigkeit Laktose (Milchzucker) zu spalten mit zunehmender zeitlicher Entfernung vom Säuglingsalter ab. Ausnahmen sind Adaptionen an Milch, wie sie Menschen mit den Blutgruppen B und AB (zusammen in Deutschland nur 15% der Bevölkerung) genetisch entwickelt haben. Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass Nahrungsmittelallergien auch neurologische Symptome auslösen können und damit ganz sicher auch einen wesentlichen Einfluss auf die neurologische Entwicklung von Menschen haben. Sie macht auch deutlich, dass eine Änderung der Lebensgewohnheiten mit Meidung von unverträglichen Nahrungsmitteln zu einer Normalisierung der Befunde führen kann. Es gibt anfallartige Kopfschmerzen, die als Migräne interpretiert werden, die ausschließlich nahrungsmittelbedingt sind und unter entsprechender Diät vollständig verschwinden.

Ob eine Normalisierung von Befunden bedeutet, dass es keine Folgeschäden gibt, oder ob Krampfanfälle im Kindesalter die allgemeine Krampfbereitschaft erhöhen (wofür Erfahrungen mit Fieberkrämpfen sprechen), kann aus diesen Befunden nicht geschlossen werden.

Es spricht aber vieles dafür, Kuhmilch und Kuhmilchprodukte nicht zur Basis der Ernährung zu machen. Die gebetsmühlenartig wiederholte Aussage, dass dann ein Kalziummangel droht, ist schlichtweg falsch. 98 % alles Süd-Ost-Asiaten und 94% aller Chinesen haben eine Laktoseintoleranz und konsumieren daher keine Kuhmilch. Ihre Lebenserwartung zeigt keinen Zusammenhang mit Milchkonsum, die Osteoporosequote ist dort sogar geringer und die Fruchtbarkeit scheint auch nicht zu leiden, wie die Bevölkerungsexplosion eindeutig zeigt.

Ich darf in diesem Zusammenhang auf meine Newsletter 2/2009 und 1/2010 verweisen (www.tank-deutschland.de im Newsletterarchiv).
Aus der Praxis

Check-up Untersuchungen - Sinn oder Unsinn?

image Bereits in meinem Newsletter 1/2012 hatte ich über den Sinn von Vorsorgeuntersuchungen geschrieben. Nun bestätigt eine im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Untersuchung aus Dänemark meine Zweifel. Sie kommt zu dem Schluss, dass Untersuchungen an gesunden Menschen mit der Suche nach möglichen Krankheiten oder behandelbaren Risikofaktoren keinen sicheren Hinweis darauf gibt, dass sich Krankheitshäufigkeit und Sterblichkeit vermindern. Die Dänen sahen bei der Auswertung von Studien zur Untersuchung von Gesunden unter 65 Jahren weder eine Senkung der Gesamtsterblichkeit, noch eine für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Das einzige was zunahm war die Zahl der Diagnosen. (Deutsches Ärzteblatt/Jg2109/Heft 44/2.November 2012/ Seite A2158)

Kommentar:

Mit diesen Diagnosen und der daraus geschürten Angst lässt sich trefflich Geld verdienen. Unsinnige Folgeuntersuchungen bringen nur eines: dem Arzt mehr Geld.
Übergewicht

Was macht dick?

image Gute Vorsätze für 2013

Über Weihnachten lässt man es sich gut gehen. Vorher ist die Zeit der Weihnachtsfeiern und Glühweinabende. Überhaupt geht man in der dunklen nassen Jahreszeit ungern vor die Tür. Und so kann zum Jahreswechsel der Blick auf die Anzeige der Personenwaage zum traumatischen Erlebnis werden.

Man beschließt nach Sylvester wird alle anders. In meinem Fitness-Studio mehrt sich die Zahl der Anmeldungen im Januar und Februar dramatisch. Allerdings ist anmelden alleine noch nichts wert. Anmelden ist genauso wie "...lesen was gesund macht" (Apothekenzeitung). Es nützt nämlich nichts.

Wichtig ist Machen.

Wer abnehmen will, beginnt meist eine Diät. Weniger essen und mehr bewegen. Welche Diät zum Ziel führt, kann man vorher nicht sagen. Unzählige Diätvorschläge mehren sich im Frühjahr in den Frauenzeitschriften. "Bikini-Figur", "Traumbody" sind die Schlagworte, unglaubliche Versprechen werden gemacht. Bevor Sie genauso anfangen, lesen Sie die folgenden Zeilen durch. Es könnte sein, dass Sie sich dann anders verhalten.

Was macht dick?

"Eine erhöhte Zufuhr von Nahrungsenergie, die den Energieverbrauch übersteigt."

So einfach kann man das sagen, doch was nützt diese Aussage?


Normalgewicht - was ist das?

Ich bin viel gereist und habe in so ziemlich allen Kontinenten Menschen gesehen, die sehr dick waren und auch welche, die "normalgewichtig" waren. Was ist also Normalgewicht? Und überhaupt, was bedeutet Norm? Wann ist man normal?

Viele Fragen und ein heikles Thema. Fangen wir mit NORM oder normal an.

Wer Norm im Internet sucht findet z.B. bei Wikipedia verschiedene Definitionen, die sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen. Von Ethik, Messregelungen, Werteordnungen etc. ist dort die Rede. Man findet auch die Medizinische Norm, der als "jenen Messbereich in der Labormedizin, in den rund 95 % aller gesunden Untersuchten zu liegen kommen" definiert wird.

Nun sagt einem schon der "gesunde" Menschenverstand ( - die Zahl der Erklärungsversuche, was "gesund" bedeutet, ist größer als die für "normal"), dass, wenn es eine große Streuung von Messwerten gibt, auch das Intervall in dem die 95% der Untersuchten zu liegen kommen, sehr groß ist. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen:

Wenn Sie Ihre Schilddrüse untersuchen lassen, bestimmt der Arzt zunächst den TSH-Wert. Dabei geht es um das Hormon, das aus der Hirnanhangdrüse freigesetzt wird, um der Schilddrüse zu sagen, dass sie arbeiten soll. Da in Deutschland angeblich jeder Dritte etwas mit der Schilddrüse hat, sind also die TSH-Werte sehr unterschiedlich. Manche haben ziemlich wenig davon und manche ziemlich viel. Das führt dazu, dass man, um die 95% Norm zu erreichen, einen sehr großen Bereich als normal definieren muss, was bei TSH (je nach Labor) zwischen 0,27 und 4,20 ist (Die Einheit spielt hier jetzt keine Rolle) Teilt man 4,20 durch 0,27 erhält man den Wert 15,55. Der Normbereich zieht sich also vom einfachen Wert (0,27) bis zum 15,55-fachen Wert (4,20). ALLES dazwischen ist normal!?

Wenn man solche Werte in Gewicht übersetzen würde, könnte man sagen, alles zwischen 10 und 155 kg ist ein Normalgewicht. Mathematisch wäre das nicht zu beanstanden. Der Blick in den Spiegel wird bei manchem den Eindruck hervorrufen, dass "normal" in einem solchen Fall ganz schön unterschiedlich aussehen kann.

Wenn wir also von normal reden, müssen wir begreifen, dass Normen sich ändern können und nicht unkritisch zur Anwendung kommen sollten. Ärztliche Kunst (es heißt ja Kunstfehler, deswegen ist es eine Kunst, die darin besteht, die Fähigkeit zu entwickeln, zu merken, wann man sich auf objektive Parameter stützen sollte und wann man besser dem Bauchgefühl nachgibt und sich nicht von Studien und Forschungsergebnissen leiten lässt), bedeutet, Normen nicht zu viel Gewicht zu geben und das eigene Denken nicht zu vernachlässigen.

Der Bevölkerungsdurchschnitt der Körpergröße wächst, der für Lebensalter und auch der für Gewicht. Deswegen müssen Normbereiche angepasst, Kleidergrößen neu definiert, Kalorienbilanzen neu berechnet, Sitze in Hörsälen oder Flugzeugen neu vermessen werden.

Wer in einen Universitätshörsaal einer ehrwürdigen Universität geht, um Vorträge zu hören, der stellt fest, dass die Bestuhlung seit 1930 oder 1879 nicht geändert wurde (Ja!- es gibt tatsächlich noch Sitzmöbel, die so lange halten, weil es einfach mal Qualitätsarbeit war), und er kann am eigenen Leib fühlen, dass man früher schmaler und kürzer war - als Mensch.

Wer heute mit Lufthansa innerdeutsch fliegt, könnte das auch denken, nur weiß man(n), dass die Lufthansa 1879 noch nicht geflogen ist. Hier ist es eine neue Bestuhlung, die mehr Passagiere auf weniger Raum zusammenpferchen soll, damit mit dem einen Flieger mehr Umsatz gemacht werden kann. Find ich doof - vor allem, wenn dann ein Reiner Calmund mit geschätzten 160 kg für Flugreisen wirbt. Der liegt mit seinen Maßen so außerhalb der Norm, dass er eigentlich zwei Tickets lösen müsste.

Ich kann in den neuen Lufthansa-Sitzen nicht gut sitzen und bin mit 1,90 m zwar überdurchschnittlich groß, aber sicher im 95%-Normbereich. Eigentlich müsste es ein Gesetz geben, dass Anbietern von Reisen mit Sitzplätzen vorschreibt, dass sie die Sitze so konstruieren müssen, dass Große und Dicke bequem sitzen können, denn es liegt in der Natur der Sache, dass "Kleine" und "Schmale" auch in große Sitze passen, aber nicht umgekehrt. Und dabei frag ich mich dann auch immer, wieso eine Durchschnittsfrau mit einem Körpergewicht von nicht einmal 70 kg im Flieger nicht mehr Gepäck mitnehmen darf als ein Mann mit 108kg?

Man darf auch an Logik und Menschenverstand gelegentlich zweifeln. Und noch etwas, das mich aufregt, obwohl es eigentlich nicht an diese Stelle passt: Wenn es ein Recht auf Leben gibt, dann gibt es auch ein Recht auf essen und trinken. Und wenn man isst und trinkt, also Stoffwechsel betreibt, dann ist es normal, dass jedes Lebewesen auf diesem Planeten nicht benötigte Produkte wieder an die Umwelt abgibt. Bei uns wird das auf Toiletten getan. Warum kostet es Geld, wenn ich auf einer Raststätte, die Nahrungsmittel und Getränke anbietet, die Endprodukte loswerden will und warum wird das auch noch saniFAIR genannt? Kostet demnächst Ausatmen auch Geld? Ausatemluft enthält doch auch verbrauchte Stoffwechselprodukte. Es ist doch elementarer Bestandteil einer Rast, dass man sich erleichtert und ggf. neue Energie dem Stoffwechsel zuführt, sei es in Form von Currywurst oder Kaffee. Ich finde, zuerst kommt der Mensch, und der will "Pipi" oder "AA" machen, und zwar kostenlos. Und wenn dann jemand eine Raststätte baut, dann gehört es zu den Grundbedürfnissen denen Rechnung getragen werden muss, dass man sich dort erleichtern kann. Es kann doch nicht sein, dass das Privileg einen Verkaufsstand auf einer Rastanlage zu betreiben auch noch dazu benutzt wird, denen, die nichts konsumieren wollen, Geld für ein Grundbedürfnis abzupressen. Hier, liebe Politiker, könntet ihr mal Gesetze für's Volk machen, sowohl was die Toilettenfrage als auch was die Sitzplätze angeht.

Entschuldigung für diesen Exkurs, aber ich musste es mal loswerden.


Dick oder dünn - der BMI verrät es nicht

Die Norm das Körpergewicht des Menschen betreffend wird heute mit dem BMI (Body-Maß-Index) ausgedrückt. Das ist eine Größe, die sich aus Körpergewicht und der Körpergröße nach einer mathematischen Formel ergibt. Im Internet lässt sich der persönliche BMI kostenlos berechnen (z.B. www.bmi-rechner.biz).

Diese Berechnung versagt, wenn man z.B. Leistungssportler mit großer Muskelmasse berechnet. Diese würden als übergewichtig klassifiziert. Genauer sind Messungen der Körperzusammensetzung mittels BIA (Bio-Impedanz-Analyse). Während Fettwagen oft ungenau sind und Details zur Wasserverteilung und Muskelmasse nicht erkennen können, sind professionelle Geräte in der Lage, mit großer Präzision zu erkennen, ob jemand dick ist, weil er Fettgewebe gebildet oder nur Wasser eingelagert hat und wie die Zellen ernährt sind. Eine solche Messung kostet bei uns incl. Auswertung ca. 65 €uro. Wir stellen fest, dass meistens wirklich der Fettanteil zunimmt, wenn jemand schwerer wird. Mit dieser Messung lässt sich genau überprüfen, ob jemand beim Abnehmen wirklich Fett reduziert oder nur Wasser ausschwemmt und Muskelmasse verliert.

Warum werden wir aber immer dicker mit zunehmendem Lebensalter?

Wir werden also im Bevölkerungsdurchschnitt immer größer und dicker. Ich auch. Als ich im Jahr 2000 meine Praxis gegründet habe, wog ich 98 kg. Als ich gemustert wurde (1978), waren es 78 kg, im Studium dann zumeist 85 kg, am Ende des Examens kurzzeitig 82 kg und dann sehr schnell 89 kg-92 kg schwankend(1988). Mit dem Eintritt ins Berufsleben war es vorbei mit 15 Stunden Sport pro Woche. Mit jeder längeren neuen Beziehung habe ich 5 Kilo zugenommen - ein Phänomen, das auch andere berichten können.

Im Laufe der Praxistätigkeit wurde ich immer schwerer, und bevor ich 2009 auf Weltreise ging, waren es 106 kg. Mein Vater hat mit verschiedenen Diäten gegen sein Gewicht gekämpft, und obwohl er in seinem Leben nach eigener Aussage über 200 kg abnahm, starb er mit ca. 150 kg nahe seinem Höchststand. "Diät machen" - was im Volksmund bedeutet zu hungern- von der Wortbedeutung her aber "Lebensweise ändern" sagt, kam also für mich nicht in Frage, das hatte bei meinem Vater zu immer höherem Gewicht geführt.

Als ich auf die Weltreise ging, nahm ich mir vor, mit 95 kg zurück zu kommen, was ein Verlust von 11 kg in 10 Monaten war. Während ich zu Hause täglich mein Gewicht kontrolliere, hatte ich auf der Reise kaum Gelegenheit dazu.

Ich kam zunächst nach Kenia und sah viele Menschen, die sehr schlank waren. Die meisten arbeiteten sehr hart. Die dicken Afrikaner saßen in Büros und großen Landrovern, die schmalen zerrten Karren per Hand durch die Stadt. In Uganda, Tansania, Mali, Sambia und Zimbabwe war es nicht anders. Diejenigen, die einen Job als Chef hatten, waren fast immer dick, teils sehr dick, die armen Arbeiter dagegen dünn, fast schon dürr. Interessant war in diesem Zusammenhang, dass ein sehr beliebtes Mitbringsel, wenn man bei einer afrikanischen Familie eingeladen war, Weißbrot war. (anderes Brot gibt es auf der Welt kaum, richtig gutes Brot gibt es fast nur bei uns) Und die, die sich täglich Weißbrot leisten konnten, waren fett, - diejenigen, die sich traditionell von Kochbananen, Maniok und Feldfrüchten ernährten, waren schlank.

In Südamerika war das Bild ähnlich. Städter waren dicker als die Landbevölkerung, je ärmer die Menschen, desto schlanker waren sie. Brasilien hat den höchsten pro Kopf Zuckerverbrauch der Welt mit 56kg/Jahr. Wenn man heute an der Copacabana spazieren geht, oder auch in Ipanema, dann sieht man viele Figuren, die so gar nichts mit dem Mythos der schönen Brasilianerinnen zu tun haben. Um den Brasilianern nicht ganz unrecht zu tun, muss ich bemerken, dass ein Teil des Pro -Kopf -Verbrauches an Zucker auf die Herstellung von Bioethanol zurück zu führen ist.

Wer in die USA fährt, sieht viele übergewichtige Menschen. In fast keinem Land habe ich so viele extrem Dicke gesehen. Menschen mit 160 kg oder 200kg sind dort keine Raritäten, sondern gehören zum normalen Stadtbild. In diesem Zusammenhang habe ich eine kleine Anekdote erlebt: Bei der Befragung eines ziemlich übergewichtigen Patienten, wie er sich denn ernähre, sagte dieser: "normal". Auf die Frage, was normal sei, kam: "Subway or McDonald for breakfast, Kentucky Fried Chicken for lunch and Pizzahut for dinner, always with Coke, sometimes Diet Coke".

Zum Verständnis: Eine Pizza hat je nach Größe meistens um 1000 kcal, ein Burger um 450kcal, in den USA als XXL meist wesentlich mehr, die Baguettes von Subway sind kaum unter 500kcal zu haben und ein Liter Cola hat 410kcal. Wenn man die jeweilige Portion Pommes frites dazu rechnet und den eingeschlossenen Drink, den man bekommt, wenn man das Ganze als Menü bestellt, dann kommt dieser Mensch auf deutlich über 4000kcal. In den USA fehlen in weiten Teilen der Bevölkerung das Verständnis und die Bildung, weiterhin haben viele keine Krankenversicherung und damit keinen Kontakt mit medizinischem Personal, das ihnen mal ein paar Takte sagt. "Drive in" oder "Drive through" sind amerikanische Erfindungen, damit die geschätzte Klientel nicht einmal aus dem Auto steigen muss. Dieser Patient fand es normal, dass er sich sein Essen immer in einem Geschäft fertig kaufte.

Die allerdicksten Menschen habe ich aber an einem Ort gesehen, an dem man es nicht erwartet: mitten im Pazifik. Auf Yap wurde ich von barbusigen Schönheiten mit einem Blumenkranz empfangen, aber schon wenige Meter hinter dem Flughafen fielen mir richtig dicke Männer ins Auge, bekleidet nur mit einem Lendenschurz. Später wurde mir dann klar, was dort los war. Yap gehört zu Mikronesien, einem Inselstaat, der aus tausenden kleinen Inseln besteht. Die Hauptstadt ist Colonia, dort gibt es einen Hafen und Geschäfte, eine Kirche und einige Industriebetriebe. Nach Yap kommt man eigentlich nur zum Tauchen, denn sie haben einige nette Riffe und vor allem Putzerstationen für Mantas, jene bis zu 5 m großen Rochen, mit denen jeder Taucher gerne einmal zusammentreffen will. In Colonia kommen die Frachtschiffe an, die Nahrungsmittel auf die Insel bringen. Hier kommt alles an und wird dann von einem kleineren Regierungsschiff in die Außenatolle etc. weitertransportiert. Was ankommt, kann man im Supermarkt sehen: Limonaden, allen voran Coca Cola, Bier, Chips, Erdnussflips, Weißbrot, Tütensuppen, Konservendosen, ein bisschen frisches Gemüse- insgesamt hochkalorische westliche Ernährung.

Auf Yap gibt es zwei Sorten von Straßen: Muschelstraßen und steinige Straßen, meist ohne Asphalt, sondern mit Rollsplitt. Auf Muschelstraßen gilt ein Tempolimit von 15 km/h, auf den steinigen von 25 km/h. Um einmal die gesamte Insel abzufahren, braucht man bei den Geschwindigkeiten Stunden. Die Autos, die dort fahren, sind, obwohl es seit der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg Rechtsverkehr gibt, meistens rechts gesteuerte Importe aus Japan. Gebrauchte Autos, die teils mit 300 PS ausgestattet sind und hier eigentlich maximal im zweiten Gang fahren dürfen. Auf Yap tuckert man also mit seinem übermotorisierten Auto langsam über die Straßen und man macht alles mit dem Auto. Die eigene Bewegung wird maximal reduziert. Auf der Hauptinsel, wo das Angebot an Importware am größten und die Autodichte am höchsten war, habe ich die dicksten Menschen erlebt. Auf den Außenatollen, wo die Menschen vom Fischfang leben, sind sie normalgewichtig.

Am Ende meiner Reise war ich in Australien und bin mit einem Camper von Sydney nach Cairns gefahren. Ich habe angehalten, wo ich wollte, war tauchen, campen und habe angeschaut, was mir interessant erschien. Auch in Afrika und Südamerika war ich fast ausschließlich in Bussen, Trucks oder PKW´s unterwegs. In der Antarktis war ich auf einem Segelschiff und konnte mich kaum bewegen. Ich habe auf der ganzen Reise kaum Sport gemacht und fast täglich Bier oder Wein getrunken. Dennoch hatte ich am Ende die 95 kg Körpergewicht, die ich mir am Anfang der Reise vorgenommen hatte. DER Unterschied war: ich hatte keinen Stress.

Zurück in Deutschland begann der Stress erneut, die Praxis musste wieder ans Laufen gebracht werden und privat stand ein Umzug an. Langsam nahm ich wieder zu, nach 5 Monaten waren es schon 98 kg, dann kam Weihnachten und im Frühjahr waren es dann 103kg, inzwischen sind es 108kg. Während der olympischen Spiele hatte ich Stress, aber ich konnte auch etwa alle 2 Tage zum Sport gehen und neben ein bisschen Krafttraining auf dem Ergometer Radfahren. Ich hab pro Trainingseinheit ca. 450 Kalorien auf dem Rad verbrannt. Zu essen gab es reichlich in London, auch zu jeder Tages- und Nachtzeit und wir hatten auch Wein oder Bier. Obwohl ich mich nicht eingeschränkt habe, nahm ich 2 kg ab. Zurück in Hamburg schnellte ich dann auf 109kg, den höchsten Wert meines Lebens.

Und dann fing ich an nachzudenken. Eigentlich denke ich immer ziemlich viel nach, aber selten über mich und mein Übergewicht. Ich stellte fest, dass meine tägliche Gehstrecke nicht einmal 500 m betrug. Vom Haus ins Auto, vom Auto in die Praxis, Mittagstisch direkt um die Ecke, und dann wieder nach Hause. Sport maximal zweimal pro Woche eine Stunde im Kraftraum, davon die Hälfte der Zeit auf einem Sitzfahrrad. Früher hatte ich einmal 20 Stunden pro Woche trainiert und nun kaum zwei. Okay, meine Knie machen das nicht mehr so mit, joggen geht nicht, aber eigentlich bedeutet das nicht, dass ich immobil sein muss. In London hatten wir einen Fußweg zum Essen von mindestens 500m pro Strecke, also bei drei Mahlzeiten schon 3 km. Dazu kam, dass man zum Busbahnhof laufen musste- mit zwei Arztkoffern und einem Rucksack (zusammen 25 kg)- und dass man dann noch zwischen Volleyballplatz, Kantine, Hotel der Spieler etc. hin und herlief. Ich kam in London auf mindestens 6 bis 7 km Gehstrecke pro Tag. Ich schlief besser und ich nahm ab, ohne zu hungern. Kaum war ich zurück, wurde ich wieder schwerer.

Auch meine Erfahrungen auf der Weltreise waren die gleichen. Wer sich bewegte und hart körperlich für sein Essen arbeitete, der war schlank. Wer saß, wurde dick. Außerdem wurde klar, dass die Ernährung keinen so großen Einfluss hatte, wie ich annahm. In London gab es leckere Weingummis und Kekse im Spielerbereich und ich habe sicherlich mehr davon gegessen, als ich zu Hause an Süßigkeiten vertilge. Trotzdem nahm ich ab. Ich schiebe das auf das Plus an Bewegung.

Wieso konnte ich aber auf der Weltreise ohne Bewegung abnehmen?

Nun, auch hierüber musste ich nachdenken. Der normale Praxisalltag ist Stress pur. Wir haben nicht genug Termine für alle, die kommen wollen. Nicht planbar sind Anrufe und Rückfragen, die ich durch gute Aufklärung eigentlich vermeiden will. Verwaltung und Bürokratie, die Auseinandersetzung mit den Kostenträgern etc. nerven und machen keinen Spaß. Es gibt auch Patienten, die meinen, ich sei rund um die Uhr ihr persönlicher Berater und müsse bei allen Veränderungen, die eintreten, immer meinen Kommentar abgeben. Eigentlich will ich nur tun, was ich am besten kann: Menschen behandeln. Neben den Belastungen durch die Tätigkeit habe ich auch ein Privatleben, muss selbst mal zum Arzt/Zahnarzt, mit dem Auto in die Werkstatt, ich betreue meine Sportler, bilde mich fort und arbeite Vorträge aus oder schreibe.

Ich stellte fest, dass ich eigentlich immer unter Strom stehe, also angespannt bin. Das lateinische Wort strictus= angespannt ist der Wortstamm unseres Wortes Stress. Stress bedeutet aber auch eine körperliche Reaktion. Unter Stress wird der Stoffwechsel verändert. Im Stress wird der stimulierende Teil unseres Nervensystems aktiviert (Sympathikus) und der beruhigende Gegenspieler (Parasympathikus) wird unterdrückt. Dummerweise ist dieser Parasympathikus, der für Verdauung und Erektion zuständig ist, ein einziger Nerv (Vagus), der alle inneren Organe versorgt. Deswegen haben gestresste Männer Erektionsschwierigkeiten, - aber viel wichtiger, sie haben eine gestörte Verdauung. Und die führt z.B. zur erniedrigten Aufnahme von Mikronährstoffen wie z.B. Magnesium, Zink, Eisen, Kalzium etc. Folge ist, dass im Gewebe ein Mangel entsteht, der zu Hunger führt. Weil es nicht genug Mikronährstoffe bekommt, steuert das Gehirn den Körper zu mehr Nahrungsaufnahme, in der Annahme, dann wird er die benötigten Stoffe schon aufnehmen.

Nun haben verarbeitete Nahrungsmittel, insbesondere solche aus raffiniertem Mehl, nahezu keine Mineralien mehr, keine Fettsäuren und weniger Vitamine, aber viele Kalorien. Die zusätzliche Aufnahme führt nicht unbedingt zu mehr Nährstoffen. Dummerweise wird die zusätzliche Energie aber schnell und unkompliziert aufgenommen. Wie werden dick. Mineralien aufzunehmen klappt schlecht, einmal weil kaum welche im Essen sind, andererseits, weil sie einem aktiven Transport unterliegen, der wegen des Stresses nicht funktioniert. Also kommt es zu wiederholten Heißhungerattacken und langfristig zur Gewichtszunahme. Gleiches kann auch passieren, wenn man Parasiten hat oder an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leidet. Die fehlende Mikronährstoff-Aufnahme ist ein Grund für Gewichtszunahme. Deswegen kann die Gabe von Mikronährstoffen auch Heißhungerattacken vorbeugen und die Gewichtsreduktion unterstützen. Wichtig bleibt zu klären, ob es einen Mangel gibt (www.meingesundheitscheck.de) und wenn ja, warum.

Weniger Stress führt zu einer besseren Aufnahme von Nährstoffen und zu weniger Hungergefühl. Weiterhin ist man mit einer ausgewogenen Steuerung von Aktivierung und Hemmung (Sympathikus und Parasympathikus) weniger anfällig für Magen-Darm-Erkrankungen. Auf meiner Reise, die ich ohne Handy und Laptop gemacht habe, war mein Stress schnell weniger. Bis ich ganz "normal" war, dauerte es allerdings fünf Monate. Aber durch das geänderte Essverhalten und die sich beruhigende Anspannung verlor ich, ohne jemals zu hungern, mein Gewicht.

Heute gehe ich in jeder Mittagspause mindestens 30 Minuten zu Fuß durch die Stadt, bevor ich esse. Ich fühle mich wohler, mir fehlt richtig etwas, wenn ich das einmal nicht hinbekomme und ich nehme nicht weiter zu.

Gesundlaufen und kranksitzen

Zunächst einmal geht es um Bewegung. Wer sich ausreichend bewegt, wird seltener krank und hat auch die üblichen Zivilisationserkrankungen weniger. Zivilisationserkrankungen sind z.B.:

  • Herz- und Gefäßkrankheiten
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht und Adipositas
  • Gicht
  • bestimmte Krebsarten (z. B. Lungenkrebs, Darmkrebs)
Diese sind sicherlich durch Bewegung zu bessern, zu lindern oder sogar zu heilen. Bewegung hilft, das Ungleichgewicht zwischen Sympathicus und Parasympathicus zu normalisieren.

Wenn man in ein afrikanisches Krankenhaus kommt, sind die o.g. Krankheiten extrem selten. Eher findet man dort Tuberkulose, Malaria und AIDS. Auch nach dem Krieg in Deutschland und den Hungerzeiten, gab es diese Zivilisationserkrankungen bei uns kaum. Vorteil unseres Systems in Europa ist die bessere medizinische Versorgung, so dass Infekte und durch mangelnde Hygiene bedingte Erkrankungen seltener sind. Aber die größten Kosten unseres Systems fallen für die Behandlung genau dieser Zivilisationserkrankungen (auch Wohlstandserkrankungen genannt) an.

Was lernen wir?

Wir bewegen uns zu wenig und wir haben zu viel auf dem Zettel. Und das fängt in jungen Jahren an. Kinder werden heute oft vom Mama-Taxi zur Schule gebracht, auch aus Sicherheitsgründen. Aber die Kinder bewegen sich nicht. Nachmittags sitzen die Kids vor dem PC oder dem Fernsehen. Facebook und die ständige Gier nach Informationen, wer von den Klassenkameraden und Freunden gerade was tut, führen zu Stress und zur Bewegungsarmut. Eltern als Vorbilder, die zum Sport gehen und die Kinder mitnehmen, werden seltener, auch weil wir immer älter sind, wenn wir Kinder bekommen und deswegen oft die sportliche Karriere bereits beendet haben.

Je älter man wird, vor allem mit Eintritt in den ersten Job, nimmt die Zeit zu, die man mit der Arbeit füllt und es bleibt zunehmend weniger Zeit für Anderes. Eine Beziehung kann weitere Zeit in Anspruch nehmen. Jedes Engagement in Vereinen und Gruppen, kann, wenn es nicht gerade Sportvereine sind, zum Bewegungsmangel beitragen, weil einfach der Tag zu voll wird und man irgendwann auch keine Lust mehr hat, sich zu bewegen. Immer online zu sein, lange Arbeitswege und Parkplatzsuchen in Kauf zu nehmen, soziale Kontakte zu pflegen, nach kurzem Einkauf die längste Zeit an der Kasse zu warten, nervt und kostet Zeit, die uns verloren geht. Nur wenige steigen aus dem "normalen Wahnsinn" aus, schalten das Handy konsequent ab, haben auch mal nichts vor und sind nicht immer für alle Bekannten und Freunde da.

Je mehr man zu tun hat, desto seltener werden die sportlichen Aktivitäten. Vereine, insbesondere im Mannschaftssport helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden und hinzugehen. Sich nach einem langen Arbeitstag alleine aufzuraffen auch bei Regen raus zu gehen und zu joggen, wenn gleichzeitig das gemeinsame Abendessen mit dem Partner lockt und die Champions-League-Übertragung bald anfängt, wird zum zunehmend schwerer zu überwindenden Hindernis. Manche versuchen auf den frühen Morgen auszuweichen. Aber eher aufzustehen und los zu joggen ist nicht jedermanns Sache.

Fakt bleibt, dass Bewegung immer seltener wird und dadurch schleichend Muskelmasse verloren geht. Während anfänglich die Waage noch nichts zeigt, weil Muskeln durch Fett ersetzt werden, lässt die Muskelspannung nach, die Konturen verstreichen, man kommt schneller außer Atem und hat weniger Power. Leider ist es die Muskelmasse, die Energie verbrennt. Weniger Muskelmasse bedeutet weniger Kalorienverbrauch. Bei konstanter Zufuhr an Energie bedeutet das, dass der Anteil an verbrauchter Energie sinkt und der als Fett zu speichernde Rest zunimmt. Langsam steigt bei gleichem Ess- und Trinkverhalten das Gewicht. Diesen Effekt kann man bei allen denen sehen, die in Bürojobs Karriere zu machen versuchen und die nicht zu denen gehören, die bei Stress das Essen vergessen. Ausgleichssport machen immer weniger. Der heimliche Umbau von Muskeln in Fettgewebe ist auch gut bei Menschen zu sehen, die im Alter aus gesundheitlichen Gründen inaktiv werden. Zunächst langsam und dann immer schneller legt das Gewicht zu, wenn sich die Essgewohnheiten nicht ändern.

Auch die anderen Gewohnheiten ändern sich. Während man früher Wasser oder Tee getrunken hat, leistet man sich mit zunehmendem Wohlstand auch öfter das Bier oder den Wein zu Hause und erhöht dadurch ebenfalls die Kalorienzufuhr. Essen gehen statt kochen ist ein weiterer Trend, der leicht dazu führt, die Energieaufnahme zu erhöhen.

Nicht nur in Afrika kann man lernen, dass Bewegung hilft, schlank zu bleiben, jedoch ist es hier besonders deutlich. Die europäische Fettleibigkeit hat neben Inaktivität noch einen zweiten Grund. Bei uns kommt hinzu, dass unsere Ernährung gegenüber z.B. der Nachkriegszeit wesentlich verändert ist. Während es früher einmal pro Woche - meist sonntags- Fleisch gab und am Freitag aus religiösen Gründen Fisch gegessen wurde, sind heute Fleisch und Fisch täglicher Bestandteil der Durchschnittsernährung. Eiweiße haben die gleiche Energiedichte wie Kohlenhydrate. Sie liefern pro Gramm 4,1 kcal. Sattheit wird durch den ansteigenden Blutzuckerspiegel erreicht, aber auch durch das verzehrte Volumen. Wenn der Magen voll ist und die Magenwand gedehnt wird, reduziert das das Hungergefühl. Deswegen ist es ein wichtiger Unterschied, ob 200g Nahrung 250 oder 800 kcal enthalten. Viele der vermeintlich gesunden Müsliriegel und Zwischensnacks sind Zuckerbomben mit 400 oder mehr kcal pro 100 g. Weil das Volumen aber sehr gering ist, kann/muss man viele davon essen, bis der Magen gefüllt ist. Gemüse haben dagegen weniger Energiedichte. Mit Gemüse 3000kcal zu essen ist kaum möglich, weil man das Volumen nicht schafft, mit Pizza und Burger dagegen ist das keine Herausforderung.

Wer mit körperlicher Arbeit einige tausend Kalorien verbraucht, der kann auch in unserer Gesellschaft mit der kalorienkonzentrierten Nahrung einigermaßen schlank bleiben. Sowie aber Inaktivität dazu kommt, wird es schwer. Alle Wunderdiäten, die länger als 1 Woche dauern, enthalten deswegen neben Energie reduzierten Nahrungsvorschriften ein Bewegungsprogramm.

Unser Körper kann auf Hungerphasen reagieren, indem er weniger Energie verbraucht. Dieser Hungerstoffwechsel führt dazu, dass trotz reduzierter Energiezufuhr mancher sein Gewicht nicht verliert. Daher gilt es regelmäßig zu essen, auch wenn es nur geringe Mengen mit geringer Kalorienzahl sind. Wichtiger Punkt bleibt aber der erhöhte Verbrauch durch mehr Bewegung.

Wenn ich in London 7 km am Stück hätte laufen sollte, hätte ich schnell die Lust verloren und es wahrscheinlich gar nicht durchgehalten. Das Geheimnis war, dass ich die Strecke in mehreren Etappen über den Tag verteilt zurückgelegt habe. Menschen sind entwicklungsgeschichtlich Nomaden. Schon in Urzeit des Menschen sind wir in Gruppen langsam durchs Land gezogen, haben Nahrung gesammelt und gelegentlich Tiere gejagt. Wir haben uns überwiegend langsam, aber stetig bewegt. Kampf oder Sprint dauerten immer nur kurz. Die meiste Zeit des Tages erfolgte eine langsame Bewegung. Für solch eine Belastung hat unser Stoffwechsel die beste Anpassung.

Bleibt also die Aufforderung, die schon in vielen Abnehmbüchern steht:

  • Bewegen Sie sich langsam und stetig (aerob, wie der Fachmann sagt). Morgens, mittags und abends je 2-3 km zu gehen, kostet vielleicht eine Stunde, vielleicht ein bisschen mehr. Man schwitzt kaum und muss nicht duschen. Aber es ist wesentlich leichter, als in ein Studio zu fahren und dort 1 Stunde intensives Training zu absolvieren, so stark zu schwitzen, dass man ohne Dusche eigentlich nur noch nach Hause fahren kann. Es ist nicht nötig, immer total erschöpft sein, wenn man seinem Körper etwas Gutes getan haben will. Und schneller sind An- und Abfahrt und das Umkleiden im Fitness- Studio auch nicht. Also raus in der Mittagspause, und nicht in das nächste Restaurant, sondern einfach mal eine Runde um die nächsten beiden Blöcke gehen.
  • Regulieren Sie Ihren Stress
  • "Nein sagen" kann man lernen. Handys haben einen Knopf zum Abschalten und niemand muss immer wissen, was in seinem sozialen Netzwerk alle anderen gerade treiben. Niemand muss abends noch Emails lesen. Das kann man auch morgens im Büro tun und Freizeit als das begreifen, was das Wort sagt: frei-Zeit.
  • Sich mal in aller Stille zurück zu ziehen, zu meditieren oder einfach nichts zu tun, mal in die Badewanne zu gehen, sich einen Kopfhörer mit Musik aufzusetzen und mal für sich zu sein, wirkt oft Wunder.
  • Paare mit kleinen Kindern opfern sich oft auf, richten sich nach den Bedürfnissen der Kinder und kommen selbst zu kurz. Ich empfehle meinen Patienten, sich, besonders wenn Kinder oder Alte zu betreuen sind, abzusprechen und sowohl einzelne Abende frei zu machen, an denen ein Partner die Betreuung übernimmt und der andere selbstbestimmt machen kann, was er/sie will (Sport, Freunde treffen, shoppen, lesen, abhängen, ...), als auch zu versuchen gemeinsame Freizeit kinderlos zu verbringen.
  • Wählen Sie bei der Ernährung möglichst viele naturbelassene, wenig verarbeitete Nahrungsmittel. Pflanzliche Nahrung enthält in der Regel (Ausnahmen sind Nüsse, Avocado etc) eine geringere Energiedichte.
  • Hungern Sie nicht, der Körper reguliert seinen Verbrauch sonst herab.
Moderne Abnehmstrategien, egal welche der Wunderdiäten Sie ausprobieren, sind nur erforderlich, weil Sie sich nicht genug bewegen. Eiweißreiche Diät bedeutet, Sie essen eine hohe Kaloriendichte, die allerdings bei der Verarbeitung Energie kostet und so zu vergleichsweise weniger Fettaufbau führt, als wenn Sie überwiegend Zucker (Kohlenhydrate) essen würden. Fettarme Diäten sparen an Energie, die Ausgewogenheit der Ernährung wird meistens nicht berücksichtigt. Kohlenhydratarme Diäten machen keinen Spaß, weil der Körper eine gewisse Menge Kohlenhydrate braucht und man ungehalten wird, wenn der Zuckerspiegel sinkt. Alle diese Ernährungsformen haben gewisse Effekte auf das Gewicht. Nachhaltig sind sie nur, wenn die Lebensweise (das meint Bewegung, Stressregulation UND Essverhalten) dauerhaft geändert wird. Wer nach der Gewichtsabnahme in das gleiche Muster zurück fällt - und genau das ist mir passiert- , der kommt wieder dort an, wo er gestartet ist, - ganz sicher.

Bewegen, besser essen und weniger Stress sind die drei Schlüssel zu Normalgewicht und mehr Gesundheit.

Frohe Weihnachten!


Liebe Vorgesetzte!

Wer in Führungspositionen sitzt, sollte einmal darüber nachdenken, ob es für das Unternehmen nicht besser ist, statt nur auf Leistung und Umsatzzahlen zu schauen, etwas für die Mitarbeiter zu tun. Das fängt mit der Belastungsregulation und Arbeitszeitregelung an, geht über das Angebot der Betriebskantine bis zur Sitzposition am Arbeitsplatz, der Funkstrahlung durch WLAN und Bluetooth, die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten und die eigene Wertschätzung. Stress kann auch durch Lärm entstehen. Großraumbüros sind nicht nur deswegen, sondern auch wegen der Ansteckungsgefahr bei Virusinfekten (einer krank- alle krank) kritisch zu beleuchten. Dunkle Büros machen depressiv, Lichtmanagement ist wichtig.

Wir brauchen eine veränderte Gesellschaft, um kollektiv wieder gesünder zu werden und die muss aus meiner Sicht bei einer arbeitnehmerfreundlicheren stressreduzierten Unternehmenskultur beginnen. Ich komme gerne in Ihren Betrieb und berate Sie!
Denkanstoß

Jahresendgedanken

image Wenn Sie diesen Newsletter bekommen, bin ich bereits in Afrika. Nicht um dort soziale Projekte zu betreuen, davon halte ich nichts - sondern um noch einmal Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Angesichts der rasanten Umweltzerstörung, die von uns und unserem Konsum in Europa und Nordamerika, und zunehmend auch in Asien, befeuert wird, wird die Chance, Naturreservate zu erhalten, immer geringer. Auch wenn der Straßenbau durch die Serengeti in Tanzania derzeit vom Tisch ist, so bleibt doch die Gefahr, dass eine neue Regierung das Projekt wieder aufnimmt. Für Afrikaner ist nicht einsichtig, dass sie 1000km Umweg fahren sollen, um einen Naturpark zu umgehen. Massai in Kenia sehen nicht ein, dass Wildtiere den Weidegrund abgrasen, der ihren Ziegen als Ernährung dienen könnte.

Ähnlich verhält es sich bei allen Naturreservaten Afrikas. Das Bevölkerungswachstum führt zu mehr Bedarf an Boden und der muss den einzigen noch nicht bearbeiteten Flächen abgerungen werden, und dass sind - weltweit- die Urwälder und die Steppen. Außerdem werden auf großen Flächen Blumen, Ananas, Zierpflanzen, Ölpalmen etc. angebaut, damit WIR Biosprit haben, frische Tulpen im Winter bekommen oder Ananas und Bananen ganzjährig essen können, Früchte also, die natürlicherweise nicht in einen europäischen Speiseplan gehören. Diese Flächen stehen den Einheimischen nicht zur Verfügung, weil sie darauf für uns produzieren und selbst hungern.

Bei den Berggorillas in im Länderdreieck Uganda-Ruanda-Tansania werden die letzten 30qkm Bergwald durch Ranger mit Maschinenpistolen verteidigt, ein Besuch kostete 2009 560US$ für 1 Std Gorillas anschauen. Mit diesem Geld wird versucht, den Wald und die Tiere zu retten. Wenn man dorthin fährt sieht man, dass eine gerade Linie das Reservat begrenzt. Zur einen Seite befinden sich die Äcker der Bevölkerung und an der anderen Seite der Regenwald. Aufgrund des Nahrungsmangels und des wachsenden Bedarfs an Ackerfläche fallen dort täglich Bäume und der Lebensraum der letzten Berggorillas wird knapp.

Empörend findet man das, wenn man aus Europa kommt. Doch der Fehler sind wir selbst. Durch die Entwicklungshilfe ist die Sterblichkeit der Afrikaner zurückgegangen. Während früher von zehn Kindern vielleicht zwei überlebten, sind es heute eher acht. Und da es in Afrika keine Infrastruktur und keine Arbeit gibt und jeder nur von dem Leben kann, was er der Erde abringt, durch Jagd oder Ackerbau, müssen mehr Münder durch mehr Land ernährt werden. Und mehr Land gibt es nur noch in Naturreservaten. Wir sorgen dafür, dass afrikanische Kinder, die geboren werden auch überleben, aber wir geben ihnen keine Chance, zu leben. Wenn der Familienbesitz mehr Menschen ernähren muss und auch als Mitgift nicht zur Verfügung steht, kommen gewachsene kulturelle und soziale Strukturen außer Kontrolle. Korruption ist weit verbreitet und wenn man Hunger hat, ist einem der Berggorilla verständlicherweise auch egal. Vor der Einmischung der "Weißen" Mitte des 16. Jahrhunderts, war Zentral-Afrika frei von solchen Problemen.

Wir Europäer sind keinen Deut besser als die, die wir jetzt verurteilen, wenn sie die Umwelt zerstören. Naturbelassene Wälder etc. haben wir nicht einmal auf 3% unserer Staatsfläche. Wenn bei uns Wölfe einwandern, Luchse oder gar ein Braunbär - der eigentlich hierher gehört- , wird der Problem-BÄR (O-Ton Stoiber) eben einfach abgeschossen, er könnte ja zu viele Schafe reißen. Im Gegensatz zu Afrika geht es bei uns nicht einmal um Hunger oder das Überleben. Hier geht es um kleinkarierte Interessenvertretung.

Wir müssen als Menschheit insgesamt die Entscheidung treffen, ob wir so weitermachen wollen, wie bisher. Ob wir um jeden Preis die Menschen über alles setzen oder, langfristig denkend, den Planeten retten wollen. Dann bräuchten wir weniger Menschen, weniger Konsum, weniger Wachstum und - leider- weniger oder umweltverträglicheren Lebensstandard. Insbesondere die katholische Kirche, der knapp 1,2 Milliarden Menschen angehören, sollte sich endlich zur Geburtenkontrolle bekennen und nicht Weihnachten so tun, als sei alles ganz harmonisch und Nächstenliebe würde praktiziert.

Ich weiß, dass es eigentlich auch jetzt genug zu essen für alle gibt, aber keine gerechte Verteilung. Ich habe schon thematisiert, dass Verfallsdaten auf Lebensmitteln neben dem Zweck des Schutzes vor Gesundheitsschäden vor allem den Grund haben, juristisch nicht angreifbar zu sein und dafür zu sorgen, dass große Mengen entsorgt werden, um mehr Absatz zu generieren. Die Korruption bei uns nennt sich Lobbyismus und Parteispende. Viele Dinge könnten besser, gerechter, menschlicher gemacht werden.

Mir ist klar, dass man mit logischem Denken vieles erklären und verstehen kann, es doch nicht schafft, das "eindeutig Richtige" zu tun. Wenn wir alle uns einfach zwei Generationen nicht vermehren, sondern gesund schrumpfen würden, ginge es dem Planeten langfristig besser. Aber weniger Menschen bedeutet auch, dass unsere Sozialsysteme nicht mehr funktionieren würden, Gewohnheiten aufgegeben werden müssten, dass Betriebe sich verkleinern müssten und Wachstum wegfallen würde. Rezession heißt das Wort, vor dem alle Industriebosse und Investmentbanker zusammen zucken.

Zukunft muss neu und anders gedacht werden, ist meine Meinung, aber ich habe auch keine Lösung.

Und ich weiß, genauso wenig wie ich ein gutes Glas Wein stehen lasse oder viele von Ihnen auf das Stück Schokolade Weihnachten verzichten, genauso wenig wird sich die Vernunft gegen die Triebe des Menschen durchsetzen. Die Jahrmillionen alte Strategie, sich zu vermehren und sich durchzusetzen, die genetisch verankert ist, lässt sich bei aller Vernunft nicht kontrollieren.

Das sind düstere Prognosen für unseren Planeten, die aber ihre Berechtigung haben.

Wer über Brasilien fliegt, kann nachts die tausenden von Rodungsfeuern sehen, die riesige Löcher in die Lunge der Erde, das Amazonasgebiet brennen. Hunger und Geldgier sind auch hier die Antreiber. Wenn alle so leben wollen, wie wir, muss es in einer Katastrophe für den Planeten enden, und weil wir nur einen haben, dürfte es auch für die Menschheit langfristig übel ausgehen. Trotzdem sind wir nicht bereit, unser Verhalten zu ändern. Zumindest nicht grundsätzlich. Wir, und da schließe ich mich ein, beruhigen unser Gewissen und versuchen zumindest im kleinen Rohstoffe zu recyclen und Biogemüse aus der Umgebung zu konsumieren, mal das Auto stehen zu lassen und für Greenpeace zu spenden.

Wir sollten anfangen Quervergleiche zu ziehen. Die Olympischen Spiele, die auch für mich ein tolles Erlebnis waren und die meiner Mannschaft die Goldmedaille gebracht hat, haben etwa 14 Milliarden Pfund gekosten (17,5 Mrd Euro oder 22 Milliarden US$), Botswana hat ein Bruttoinlandssprodukt von ca. 16 Mrd US$, Zimbabewe 0,64 Milliarden und Zambia etwa 11,5 Milliarden). Bedeutet im Klartext, dass sich London eine 2-Wochen Feier geleistet hat, die so teuer war, dass die gesamte Wertschöpfung jedes einzelnen dieser Staaten nicht ausreichen würde, um das zu bezahlen. Zimbabwe hat mit 11 Millionen Menschen eine Wertschöpfung von 641 Millionen US$! Das ganze Land müsste 34,5 Jahre arbeiten, um den Etat der olympischen Spiele in London zu erarbeiten. Machen solche Veranstaltungen dann noch Sinn? Ist das sozial und ökonomisch, aber auch ökologisch zu vertreten? Grüne Spiele hat man in London versprochen. In der Tat, die Teller und Becher in der Mensa waren recycelbar, das Besteck wurde abgewaschen. In unserem Spielerbereich gab es Bewegungsmelder, die das Licht eingeschaltet haben. Dummerweise konnte man deswegen tagsüber das Licht nicht ausschalten. Die Transporte von Teilnehmern erfolgten mit Bussen. Ist es noch ökologisch, wenn ich als Arzt alleine mit einem Doppeldeckerbus durch London gefahren werde, wo es ein einfaches Taxi auch getan hätte? Ich habe so meine Zweifel.

Wie verhält man sich ökologisch?

Ich kaufe im Rahmen meiner Möglichkeiten lokale Produkte und versuche auf Nahrungs-Importe aus Drittweltländern zu verzichten. Ich lehne Biosprit ab, weil ich glaube, dass er aus Nahrung gemacht wird oder zumindest Flächen zur Produktion von Lebensmitteln deswegen nicht zur Verfügung stehen. Und wer sieht, was die Großkonzerne in Indonesien machen, wo die Urwälder und Moore abgeholzt werden (einziger Lebensraum der Orang Utans), um Palmölplantagen anzulegen, der muss eigentlich konsequent auf Palmölprodukte verzichten. Die Abholzung und Rodung der einzigartigen Urwälder und die Trockenlegung der Moore setzt große Mengen Treibhausgase frei. Es ist eine Milchmädchenrechnung, auf diese Weise das Gewissen zu beruhigen zu wollen und zu glauben, E10 zu tanken sei Umweltschutz pur. (www.regenwald.org/themen/palmoel)

Palmöl findet sich auch in vielen Nahrungsmitteln: Snickers, Leibnitz Butterkekse mit Schokoguss, Nutella, Knorr Tomatensuppen, Ariel actilift, Milka-Schokolade, Rama, Nivea sensitive etc. sind nur einige. Zu allen diesen Produkten gibt es Alternativen ohne Palmöl . Wer mehr wissen will: www.greenpalm.org/de/alles-ber-palml/palml-produkte

Ich fliege nach Afrika und versuche auch durch mein Interesse an der unberührten Natur den Menschen eine Einnahmequelle zu sichern. Wenn man mit den lebenden Tieren Geld verdienen kann, gibt es weniger Gründe, sie umzubringen. Das Prinzip funktioniert schon beim Whale watching, lieber Geld bezahlen für die Walbeobachtung, als Waljäger zu unterstützen und deren Walfleisch zu konsumieren. Allerdings ist schon der Flug eine Umweltbelastung, die nicht sein muss.

Aus meiner Sicht ist Entwicklungshilfe nichts anderes als Einmischung in Staaten, um dort Einfluss zu erlangen und Zugriff auf Rohstoffe und Naturprodukte zu bekommen. China- dass von uns übrigens Entwicklungshilfe bezieht, kauft in großem Stil in Afrika Land auf, um seine wachsende Bevölkerung langfristig ernähren zu können. Die afrikanische Bevölkerung arbeitet auf den eigenen Feldern für die Chinesen und leidet selbst Hunger. Ist das die Zukunft? Sieht so Humanität aus? Was ist die Lösung? Dürfen wir auf den Menschenverstand setzen? Alle globalen Probleme, beginnend mit der CO2-Freisetzung und der globalen Erwärmung, fortgesetzt mit Fischfang in der Antarktis und der Verteilung Flächen der Arktis und der Schürfrechte, den Fangquoten für Fisch in den Weltmeeren und den Fischereirechten, Ausbeutung von Rohstoffen am Meeresgrund, Artensterben, Umweltverschmutzung, Abholzung der Wälder usw. sind nicht gelöst, werden auf den entsprechenden Konferenzen aus nationalen Interessen blockiert und führen dazu, dass oft Tatsachen geschaffen werden, die irreversibel sind. Jedem, der sich damit beschäftigt, ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Aber aller Sachverstand hat bisher nicht gereicht, irgendeines dieser Probleme zu lösen. Was also lässt uns glauben, dass es irgendwann sinnvolle Lösungen gibt? Bisher haben Menschen nur bewiesen, dass sie sich nicht einigen können und lieber aufeinander schießen, als miteinander zu leben.

Es kann nur funktionieren, wenn wir anfangen darüber zu reden und das Wissen in die Welt zu tragen und wenn wir bei uns beginnen, Dinge zu ändern. Vielleicht schauen auch Sie beim Weihnachtseinkauf einmal darauf, woher die Ware kommt und wählen dann die, deren Weg zu uns kürzer ist oder verzichten auf Importware, von der sie annehmen dürfen, dass dafür Natur geopfert wurde.


Frohe Weihnachten!

Praxis für ganzheitliche Medizin
Dr. med. Michael Tank
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