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Praxis Dr. Tank
Newsletter #3 / 2018

 
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Liebe Leser, liebe Patienten

der Sommer zeigte sich ja schon im Frühling - der Hamburger Mai war besser als das Wetter in vielen typischen Urlaubsdestinationen. Wenn jetzt die Sommerferien beginnen und der Familienurlaub ansteht, dann gibt es alle Jahre wieder die gleichen Probleme. Wieviel Sonnenschutz ist nötig und wie schütze ich mich vor Insektenstichen?

Ich habe in diesem Newsletter, neben einigen Bekanntmachungen zum Therapeutikum und den nötigen Veränderungen auch wegen der in Kraft getretenen Datenschutzverordnung diese beiden Themen aufgegriffen.

Zur empfohlenen Ausstattung einer Reiseapotheke habe ich im Newsletter 3/2009 bereits Stellung genommen. Sie können den Newsletter hier finden. Zusammen mit den Informationen zum Insektenschutz und Sonnenschutz sollten Sie für den Urlaub gut gerüstet sein.

Für alle, die noch mehr wissen wollen zur möglichen Ansteckung auf Reisen, durch Nahrung oder Trinkwasser, kann ich empfehlen, mein Buch zu lesen (www.buch-reizdarm-ade.de).

Ich wünsche Ihnen einen gesunden Sommer!

Ihr Dr. Michael Tank
 
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In diesem Newsletter

Veranstaltungen im Therapeutikum
Neuerungen im Therapeutikum
In eigener Sache
Aufklärungspflichten
Lichtschutz
Sommerzeit - Zeit für Insektenstiche
Sportförderung

Julia Boie neu im Team

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Julia Boie ist Osteopathin, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin. Sie bietet das breite Spektrum der Physiotherapie incl. Lymphdrainage, Fascientherapie, Bobath und Fußreflexzonentherapie an.
Fortbildung

Veranstaltungen im Therapeutikum

Impfen Pro und Contra

Am Mittwoch dem 26. September 2018 spreche ich erneut über das Thema Impfen Pro und Contra. Der Vortrag mit Diskussion beginnt um 19:00 und dauert ca. 2 Stunden. Er ist kostenpflichtig (10€/Person) und bedarf einer Anmeldung über unsere Anmeldung (040-51320990). Wir können maximal 30 Personen unterbringen.

In Deutschland ist es Praxis, dass Kinder einheitlich gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission der Robert-Koch-Instituts in Berlin (StIKo) geimpft werden. Dabei kommt es zu Mehrfachimpfungen, die aus meiner Sicht zu Recht in der Kritik stehen. Ist Impfen aber grundsätzlich schlecht oder machen bestimmte Einzelimpfungen mehr Sinn? Dargestellt werden in dem Vortrag die üblichen Kinderkrankheiten und alles, gegen das geimpft werden soll. Ziel ist für mich, dass Sie als Eltern von Kindern, die die Entscheidung treffen, ihr Kind vorsätzlich mit Krankheitserregern zu konfrontieren, dieses auf der Basis von ausreichend Information tun. Sich in diesem Fall unkritisch auf staatliche Empfehlungen zu verlassen, halte ich für unklug.

Diese Impfberatung ist eine Gruppenveranstaltung, deswegen bekommen Sie dafür die bei Kitas vorzulegende Bestätigung einer Impfberatung nicht. Diese bedarf einer individuellen Beratung, die Sie aber gerne mit mir vereinbaren können. Die Anmeldung kann ab sofort erfolgen.

Zahnärztefortbildung

Am Mittwoch 10.10.2018 findet von 14:00 - 19:00 Uhr eine Einführungsveranstaltung für Zahnärzte statt, die sich für Applied Kinesiology und Zahndiagnostik interessieren. Nähere Informationen finden Sie auf meiner Homepage www.die-gesundheits-gmbh.de
In eigener Sache

Neuerungen im Therapeutikum

Wir haben bisher für Patienten, die meinten nicht auf einen regulären Termin warten zu können, eine Warteliste geführt. Wenn jemand abgesagt hat, habe wir die Warteliste durchtelefoniert, um jemandem die Chance zu geben, zeitnäher zu uns zu kommen. Wir haben diese Warteliste abgeschafft.

Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass wir bis zu 50 Anrufe tätigen mussten, um jemanden zu finden, der einen vakanten Termin besetzen wollte. Viele waren nicht erreichbar, andere wiederum wollten dann den Termin nicht, weil er mit anderen privaten Planungen kollidierte. Es steht uns nicht zu, zu urteilen, wie eilig ein Termin ist und wir können nicht entscheiden, ob ein Terminwunsch wirklich wichtig ist oder nicht. Aber unseren Helferinnen drängte sich der Eindruck auf, dass viele, die angeblich nicht auf einen regulären Termin warten konnten, bei einem Anruf nicht bereit waren, ihrerseits alles Nötige zu tun, um den Termin wahrzunehmen. Wir drehen den Spieß jetzt also um. Nicht wir tätigen bis zu 50 Anrufe, sondern wir bieten an, dass Sie anrufen und fragen, ob jemand abgesagt hat. In dem Fall sind wir uns nämlich sicher, dass Sie wirklich kommen wollen und das auch möglich machen. Dabei entlasten wir unser Personal von unerfolgreichen Anrufen.

Terminwünsche

Frau Ebsen ist mit den Terminen für IST-Diagnostik für etwa 3 Monate im Voraus belegt. Für akute gynäkologische Fälle und Schwangerschaftsbetreuung werden Notfalltermine vorgehalten. Meine Praxis (Dr. Tank) ist derzeit bis Mitte November ausgebucht, ich gehe davon aus, dass wir spätestens im August keine Termine für 2018 mehr vergeben können. Ich halte Notfalltermine nur für Kaderathleten vor, dabei bin ich nicht auf Beachvolleyball beschränkt. Meine Praxis ist so ausgerichtet, dass ich mich bevorzugt um chronisch kranke Patienten kümmere, die mit den üblichen schulmedizinischen Mitteln nicht ausreichend therapierbar sind oder die eine ganzheitlich ausgerichtete Untersuchung und Behandlung wünschen. Ich bin keine Notfallpraxis und kein Hausarzt. Akut auftretende Probleme von Erkältung bis Blasenentzündung und Bauchweh bis Kopfschmerz behandelt wesentlich zeitnäher unsere Internistin Frau Lang. Lassen Sie sich in einem akuten Fall also bitte einen Termin bei Frau Lang geben, sie wird mich konsiliarisch beteiligen, wenn das fachlich nötig ist.

Vorsorgeuntersuchungen - Check up

Alle Ärzte des Therapeutikum bieten Vorsorgeuntersuchungen an. Hautkrebsvorsorge, gynäkologische Vorsorge und internistische Vorsorge mit EKG, Belastungs-EKG, Lungenfunktion, Ultraschall, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Pulswellendiagnostik, Messung der Herzratenvariabilität (Stressmessung) sowie Messung der Körperzusammensetzung sind bei uns möglich. Bitte wenden Sie sich für einen Check-up Termin an unseren Empfang (040-52320990) oder bitten Sie schriftlich unter info@therapeutikum-hamburg.de um einen Termin.

Personelle Veränderungen

Ende August verabschiedet sich Henriette Richter aus dem Backoffice und beginnt ein Studium. Wir freuen uns für sie und wünschen ihr viel Erfolg!

Herr Schroeder verlässt unser Team zum 15. Juli und wird in seiner Praxis in Iserbrook weiterarbeiten.

Neu im Team ist Julia Boie. Julia war Hockey-Nationalspielerin und hat 11 Jahre als Sport-Physiotherapeutin am Hamburger Olympiastützpunkt gearbeitet. Sie ist Osteopathin, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin. Sie bietet das breite Spektrum der Physiotherapie incl. Lymphdrainage, Fascientherapie, Bobath und Fußreflexzonentherapie an.

Frau Harmstorf (vormals Schroeder) wird voraussichtlich ab September aus dem Mutterschutz zurückkehren und wieder als Osteopathin zur Verfügung stehen.

Frau Rose (Physiotherapie, Osteropathie) bleibt im Team und erweitert ihre Anwesenheit auf einen zweiten Tag. Sie und Frau Harmstorf behandeln auch Kinder ab dem Säuglingsalter.

Frau Stark steht Ihnen an 3 Tagen pro Woche zur Verfügung. Sie arbeitet physiotherapeutisch, hat sich in Dry Needeling fortgebildet und hat ihren Schwerpunkt auf Spiraldynamik gelegt. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Physiotherapie, die sich mit Haltung und Bewegung auseinandersetzt und bei Belastungsschmerzen der Füße, Knie, Hüften und des Rückens tolle Ergebnisse liefert.

Alle Osteopathen und Physiotherapeuten betreiben bei uns eigene Praxen und sind frei zugänglich. Sie können also mit Privatrezepten anderer Kollegen jederzeit ins Therapeutikum kommen und sich dort vom Therapeuten Ihrer Wahl behandeln lassen. Sie müssen nicht Patient bei einem der Ärzte des Therapeutikums sein. Alle Physiotherapeuten bei uns sind auch Heilpraktiker. Physiotherapeuten dürfen in Deutschland nur auf Anweisung eines Arztes (Rezept) oder Heilpraktikers arbeiten, also selbst keine Therapieentscheidungen treffen. Alle unsere Physiotherapeuten/Osteopathen haben durch den Erwerb der Heilpraktikerlizenz die Möglichkeit selbst festzulegen, wie sie Ihre Probleme angehen. Ich halte das für absolut sinnvoll. Heilpraktiker arbeiten auch ohne Rezept, Sie können also ohne ärztliche Verordnung selbst die jeweilige Praxis aufsuchen und erhalten für die Leistungen dort eine Rechnung entsprechend des Heilpraktikergebührenverzeichnis (GeBüH).
Praxis

In eigener Sache

Kosten

Unser Therapiezentrum ist grundsätzlich ganzheitlich ausgerichtet. Wir begreifen die Alternativmedizin nicht als Ersatz der Schulmedizin, sondern als sinnvolle Ergänzung. Deswegen können alle Ärzte mindestens eine ganzheitliche Untersuchungsmethode.

Wir freuen uns, dass dieses Konzept auf so viel Akzeptanz bei unseren Patienten stößt. Es tut uns leid, dass selbst die Privatkassen unsere Bemühungen nicht honorieren und Sie als Patient manchmal Teile der Kosten nicht erstattet bekommen. Weil wir von unserem Tun überzeugt sind und die Erfolge uns täglich bestätigen, werden wir auch in Zukunft alles tun, was wir für nötig halten, um Ihnen bestmöglich zu helfen.

Dass Sie dabei manchmal in die eigene Tasche greifen müssen, können wir leider nicht verhindern. Zum Kassentarif sind diese Untersuchungen nicht zu bekommen. Wann immer es uns möglich ist, versuchen wir, ihren Versichertenstatus zu berücksichtigen und Kosten zu sparen. Untersuchungen, die auch die Kassenmedizin akzeptiert, können Sie oft auch bei Ihrem Hausarzt machen lassen. Wir greifen dann gerne auf dessen Befunde zurück und helfen so bei der Kostenreduktion.

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Wir halten eine gedruckte Version der Datenschutzerklärungen jeder Praxis und im Wartebereich zur Einsicht vor. Alle Praxen arbeiten bei uns autark und speichern ihre Daten in separaten Datenbanken. Diese werden auf Magnetbändern gesichert und verlassen das Haus nicht.

Sie unterschreiben mit jeder Arzt-Praxis einen eigenen Behandlungsvertrag. Das gilt auch für die Physiotherapiepraxen, die, Stand heute, keine digitale Verarbeitung Ihrer Daten vornehmen. Wenn wir Ihr Blut, Gewebeproben, Urin, Speichelproben oder Abstriche untersuchen lassen wollen, tun wir dies mit Ihrem Einverständnis und gehen davon aus, dass Sie sich freiwillig von uns behandeln lassen. Mit der Abgabe der Proben geben Sie uns das Einverständnis, dass wir die Proben mit Ihren Daten beschriften und sowohl abrechnungsrelevante Daten als auch die medizinischen Fragestellungen und nötigen Begleitinformationen an das jeweilige Labor weitergeben, ohne die eine sinnvolle Untersuchung und Bewertung ihrer Befunde nicht möglich ist.

Für die Einwilligung zur Weitergabe Ihrer Daten an eine Abrechnungsstelle legen wir Ihnen auch weiterhin, wie schon immer, eine gesonderte Vereinbarung zur Unterschrift vor. Ihre Emailadressen, an die der Newsletter versandt wird, nutzen wir NUR für den Newsletter. Auf Ihren Praxisfragebogen haben Sie uns schriftlich angegeben, ob Sie den Newsletter lesen wollen oder nicht.

Sie können den Newsletter jederzeit über die Homepage www.tank-deutschland.de neu bestellen oder abbestellen.
Rechtliches

Aufklärungspflichten - noch mehr Papier

image"Eine Injektion ist das Einbringen einer Substanz in einen Organismus über eine Kanüle mit Hilfe einer Spritze. Jede Form von Injektion ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und damit nach §§ 223 bis 230 strafbar, weshalb vor einer Injektion die Einwilligung des Patienten eingeholt werden muss. Damit einher geht die Aufklärungspflicht des behandelnden Arztes."

Dass es bei Injektionen zu Schmerzen, Rötungen, Hautreizungen und kleinen Blutergüssen kommen kann, ist dem Laien bekannt, so dass diese Risiken nicht besonders erwähnt werden müssen. Vor einer intramuskulären Injektion ist auf die Möglichkeit einer Infektion und deren schwerwiegende Folgen hinzuweisen (OLG Frankfurt, 8 U 83/00). Vor Injektionen in ein Gelenk muss über eine mögliche Gelenkinfektion als auch das Risiko einer Gelenkversteifung hingewiesen werden.

Blutentnahmen, subcutane und intramuskuläre Injektionen können an entsprechend qualifizierte nichtärztliche Mitarbeiter delegiert werden. Zu den Injektionen gehören auch Impfungen und Injektionen bei liegendem Infusionssystem. Intravenöse Injektionen können auf hinreichend qualifiziertes nichtärztliches Fachpersonal delegiert werden, sofern für eine regelmäßige Kontrolle und Überwachung durch den Arzt Sorge getragen wird (z.B. OLG Dresden, 4 U 1857/07)


Kommentar:

Ich frage mich, ob die Eltern von Säuglingen, die z. T. mehrfach intramuskulär geimpft werden, in Kinderarztpraxen eigentlich über die Risiken der Injektion aufgeklärt werden?! Und natürlich den Beipackzettel des Impfstoffes mit den möglichen Nebenwirkungen VOR der Impfung zu Gesicht bekommen und ausreichend Bedenkzeit haben, sich mit den Risiken und den möglichen Folgen vertraut zu machen und dann eine ungezwungene Entscheidung treffen können? Ich frage mich, wieso Heilpraktiker nicht nur intramuskulär, sondern auch intravenös spritzen dürfen, wenn kein Arzt zugegen ist. Arzthelferinnen dürfen das in Arztpraxen nur, wenn ein Arzt greifbar ist.

Und: Können Heilpraktiker allergische Geschehen beherrschen? Eigentlich haben sie keinen Zugang zu rezeptpflichtigen Medikamenten, wie Kortison oder Adrenalin. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Haben die Juristen da nicht eine Schieflage geschaffen? Wie dem auch sei: Sie können heut zu Tage nicht mehr einfach zum Arzt gehen und sich behandeln lassen, nein, Sie müssen unterschreiben:
  • einen Behandlungsvertrag
  • eine Datenweitergabeeinwilligungserklärung,
  • die Einwilligung zur Chirotherapie,
  • die Einwilligung zu intramuskulären oder intraartikulären Injektion,
  • die Einwilligung zur Entfernung eines Muttermals.
Und jedes Mal muss der Arzt angemessen aufklären - stellen Sie sich also für die Zukunft darauf ein, dass Sie länger aufgeklärt werden, als die eigentliche Behandlung dauert. Ist das noch sinnvoll? Und geht das überhaupt bei Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind? Macht es Sinn über die Risiken einer Wirbelfraktur bei Chirotherapie zu sprechen und anschließend zu erwarten, dass der Patient locker und entspannt ist?

"Es kann theoretisch sein, dass Sie nach der Behandlung querschnittsgelähmt sind, - das ist zwar sehr selten, aber es kommt vor und bitte entspannen Sie sich nun, es geht los!"

Mir scheint, dass von unserem schönen freien Beruf nicht mehr viel übrig ist. In Krankenhäusern wird aus juristischen Gründen geröntgt und untersucht, was das Zeug hält, es wird nach Leitlinie behandelt, damit man auch ja nicht haftbar gemacht werden kann. Wollen wir das? Mein Ziel war eigentlich immer, die beste mögliche Behandlung für meinen Patienten zu leisten und zwar individuell zugeschnitten und nicht nach einer pauschalen Vorgabe. Deswegen wollte ich nie Kassenarzt sein. Ich mache, wenn überhaupt, Kunstfehler, aber keine Bedienfehler, ich behandle Menschen und keine Laborwerte oder Röntgenbilder.

Das tue ich mit Überzeugung seit vielen Jahren, auch im Leistungssport. Ich hoffe, dass ich das bis zur Rente so beibehalten kann. Damit das so ist, werden Sie also auch bei uns Papiere unterschreiben müssen - Sie wissen ja schon: einen Behandlungsvertrag, eine Datenweitergabeeinwilligungserklärung, und, und, und...

Na dann - kommen Sie etwas eher und bringen Sie ein bisschen Zeit mit.
Gesundheit

Lichtschutz

imageIch wäre kein guter Hautarzt, wenn ich nicht auch das Thema Lichtschutz aufgreifen würde. Wer ungebräunt aus dem Büro kommt und sich im Freien aufhält, kann sich auch in Hamburg und auch bei bedecktem Himmel einen Sonnenbrand zuziehen.



UV-Strahlung kommt auch durch die Wolken. Bräunung bietet einen gewissen Schutz. Gewöhnen Sie sich also langsam an die Sonne, wenn möglich. Alle, die aus dem Büro an den Strand fahren und sich nicht vorbräunen können, müssen sich eincremen. Wie hoch die jeweilige Gefahr ist, können Sie über das Internet erfahren: http://www.wettergefahren.de/warnungen/indizes_gesundheit/uv_strahlung.html

Dennoch hat auch der Lichtschutz zwei Seiten: Sonnenschutzmittel mit einem Faktor > 8 lassen eine Vitamin D Bildung quasi nicht mehr zu. Die Sonnenstrahlen, die Sonnenbrand machen, sorgen auch für das lebenswichtige Vitamin D.

Deswegen sollte man durchaus auch einige Minuten mit Hautanteilen in die Sonne gehen, die nicht eingecremt sind. Wer z.B. mit einem dunklen T-Shirt in der Sonne ist, kann gut für einige Minuten das Hemd heben und sich die Sonne auf Bauch oder Rücken scheinen lassen. Je nach Ihrem Hauttyp halten sie 5 oder 30 Minuten aus, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ich verlasse mich da auf Ihren Menschenverstand und ihre Lebenserfahrung.

90% aller Lichtschäden und weißen Hautkrebse entstehen auf dem Boden von Sonnenbränden oberhalb Ihrer Schlüsselbeine. Diesen Bereich gilt es besonders zu schützen. Dabei hilft neben chemischen oder physikalischen Sonnenschutzmitteln auch das Bedecken mit Hut und Kleidung. Insbesondere für Kinder empfehlen sich UV-lichtdichte Kleidungsstücke und Kopfbedeckungen (Fachhandel).

Noch eine Klarstellung:

Lichtschutzfaktor 30 bedeutet: Die Eigenschutzzeit der Haut wird um das 30-fache verlängert. Vorausgesetzt ich benutze genug Lichtschutzmittel (ca. 30 ml/ Eincremen) und ich wasche es nicht z.B. beim Schwimmen wieder ab bzw. reibe es z.B. beim Beachvolleyball im Sand wieder ab. Wenn man sich nachcremt, was man je nach Aktivität 2-3 x täglich tun sollte, dann benötigt man also etwa 90 ml/Tag. Die übliche 250ml Flasche reicht dann gerade einmal 3 Tage.

Eine vierköpfige Familie braucht demnach für eine Woche Strandurlaub ca. 8 Flaschen. Das ist teuer und belastet das Fluggepäck. Übrigens: weil ich auf fast alle gängigen Sonnenschutzmittel allergisch bin, reise ich mit der Eigenmarke von Aldi. Die ist im Test genauso gut wie viele teurere Mittel.

Rothaarige weißhäutige blauäugige Menschen, die eine Hauteigenschutzzeit von maximal 10 Minuten haben, erreichen mit einem Schutzfaktor von 30 einen Schutz von 10 Min x 30 = 300 Minuten. Das sind 5 Stunden. Nachcremen erhält zwar den Schutz, aber es erhöht ihn nicht. Deswegen müssen Menschen dieses empfindlichen Hauttyps spätestens nach 5 Stunden aus der Sonne.

Blonde, blau- oder grünäugige, die etwas braun werden, liegen mit der Eigenschutzzeit zwischen 10 und 20 Minuten, braunäugige brünette dunklere Typen schaffen 20-30 Minuten. Eigenschutzzeit bedeutet, dass Sie bei Überschreiten einen Sonnenbrand haben und damit eine Lichtschädigung bereits eingetreten ist. Deswegen rate ich dazu, sich lieber am unteren Wert zu orientieren, vor allem zu Beginn eines Urlaubes, wenn Sie nicht vorgebräunt sind.

Wenn Sie als blonder Typ bereits 10 Minuten in der Sonne waren bevor Ihnen auffällt, dass es sinnvoll ist, sich einzucremen, dann haben Sie schon die Hälfte Ihrer Eigenschutzzeit verbraucht. Statt 20 Min x Faktor 30 = 600 Minuten oder 10 Stunden, haben Sie nur noch 10 Min x 30 = 300 Minuten. Da hilft auch kein mehrfaches Cremen, das einzige was dann die "Sonnenzeit" verlängern kann, ist ein höherer Lichtschutzfaktor.

Auch hier ein Beispiel:

Nehmen wir an, Ihre Eigenschutzzeit beträgt 20 Minuten. Sie cremen sich zu Hause mit LSF 15 ein und gehen an den Strand. Sie sollten so einen Schutz von 20 x 15 = 300 Minuten haben. Nun stellen Sie nach 2 Stunden fest, dass Sie länger als die 300 Minuten (= 5 Std) bleiben wollen. Wenn Sie sich jetzt mit LSF 30 eincremen ergibt sich folgendes Bild: Sie haben schon 2/5 Ihrer Sonnenzeit verbraucht, es bleiben also noch 3/5. 3/5 Ihrer normalen Eigenschutzzeit (20 Min) sind 12 Minuten, die Sie jetzt mit Faktor 30 verlängern. Sie gewinnen also 12 x 30 = 360 Minuten Strandzeit und haben dann noch 6 Stunden anstatt 3.

Für die Strahlenbelastung durch UV-Strahlen kommt es auch auf die Umgebung an, die Strahlen reflektiert. Man nennt das Maß der Reflexion die Albedo. Stoffe, die Strahlen aufnehmen, erwärmen sich mehr als Stoffe, die viel reflektieren. Spannend ist, dass Wasser gar nicht so viel reflektiert, sondern sich gut aufheizt.

Reflexionsverhalten verschiedener Oberflächen:
  • Weißer Sand 25-40%
  • Wolken 50-80%
  • Grüne Wiese 15-25%
  • Wasser 3-10%
  • Ackerland 7-10%
  • Altschnee 40-70%
  • Neuschnee 75-90%
  • Wald 15-18%
Wenn Sie also bei leicht bewölktem Himmel am Strand liegen, kriegen Sie deutlich mehr Strahlen ab, als wenn Sie sich bei wolkenlosem Himmel auf der Wiese sonnen.
Gesundheit

Sommerzeit - Zeit für Insektenstiche

imageDass Insekten Krankheiten übertragen können, ist lange bekannt. Zecken übertragen Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis). Nicht jede Zecke tut das, sie muss selbst vorher infiziert werden. Ob eine Zecke FSME enthält, kann man ihr nicht ansehen. Aber die Verteilung der Krankheit und damit auch das Risiko in bestimmten Teilen Deutschlands kann man sich dieser Karte ansehen (https://www.zecken.de/de/fsmerisikogebiete-deutschland).

Für die FSME gibt es eine Impfung, die vor allem für diejenigen wichtig ist, die in den gefährdeten Gebieten (das sind in jedem Fall ganz Bayern und Baden-Württemberg) abseits von Wegen durch die Natur streifen wollen. Risiken der Impfung sind hier beschrieben: https://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/31-fsme.

Gegen die Infektion mit Borrelien gibt es keine Impfung. Verschiedene Arten von Borrelien können unterschiedliche Krankheitsbilder auslösen. Die bekannte Wanderröte um den Einstich, die einen Hinweis auf eine mögliche Borrelieninfektion gibt, tritt nur in etwa 50% aller Fälle auf. Fehlt sie, heißt das nicht, dass man keine Infektion bekommen haben kann. In allen Fällen einer akuten Borreliose ist die Gabe eines geeigneten Antibiotikums nötig, um das Risiko von Spätschäden zu vermindern. Borreliose kann man, ebenfalls mit Schwerpunkt im Süden Deutschlands, überall bekommen, auch in der Lüneburger Heide oder im Sachsenwald. Genaueres können Sie der folgenden Homepage entnehmen: http://www.borreliose-gesellschaft.de/de/Informationen/VerbreitungDerBorreliose

Wichtig ist: keine Zecken abkriegen und wenn, dann so schnell wie möglich entfernen. Während die FSME quasi sofort beim Zeckenbiss übertragen wird, gelangen Borrelien erst nach etwa 8 Stunden aus der Zecke in den Wirt. Langärmelige und langbeinige Kleidung, Hosen in Strümpfe stecken, hilft zur Vorbeugung. Da Zecken mobil sind und sich von Büschen oder Gräsern abstreifen lassen, wandern sie so lange auf dem Wirt umher, bis sie eine geeignete Stelle zum Biss gefunden haben. Suchen Sie sich nach der Aktivität zu Hause gegenseitig ab, wenn sie Outdoor Sportarten in Wald oder auf Wiesen betreiben, wenn Sie Pilze suchen oder querfeldein wandern.

Zecken kann man mit Pinzetten oder Zeckenkarten entfernen. Zecke so nah an der Haut wie möglich fassen und rausziehen, eine Drehrichtung gibt es nicht. Wenn kleine Reste der Beißwerkzeuge in der Haut verbleiben, ist das harmlos. Das fällt innerhalb einiger Tage von selbst ab. Keinesfalls muss man wegen jeder Zecke zum Arzt.

Dennoch: Krankheitsgefühl einige Wochen nach einem Zeckenbiss, auch ohne Wanderröte gehabt zu haben, sollte zu einer Blutuntersuchung führen. Leider sind die Tests nur begrenzt aussagekräftig, ein negativer Test schließt eine Infektion nicht 100%ig sicher aus, ein positiver beweist sie. Und: Zecken können andere kleine Untermieter enthalten, die sie übertragen können.

Sie können die folgenden Erreger gleichzeitig mit Borrelien oder ohne Borrelien übertragen bekommen. Das hängt davon ab, wen die Zecke vorher gebissen hat und welche Erreger dieser Wirt, z.B. eine Ratte, eine Maus, ein Fuchs oder ein Vogel, beherbergen.
  • Babesien sind intrazelluläre Parasiten, die sich in den roten Blutkörperchen einnisten und so ein Malaria-ähnliches Krankheitsbild hervorrufen können.
  • Bartonellen sind intrazelluläre Bakterien, (verwandt mit Brucellen) und können auch durch Katzenflöhe übertragen werden. Sie sind der Erreger der so genannten Katzenkratzkrankheit. Sie befallen auch die Leber und führen zu Energielosigkeit und manchmal zu rötlichen Hautveränderungen.
  • Anaplasmen sind eine Gruppe intrazellulärer Erreger, zu denen auch Ehrlichien gehören, die eng mit Rickettsien verwandt sind. Während Rickettsien Neurodermitis artige Ekzeme auslösen können, sind Anaplasmen-Infekte mit Kopfschmerz, Fieber, Muskel- und Gelenkbeschwerden, seltener mit Verdauungsbeschwerden auffällig. Bis zu ¾ aller Infekte verlaufen symptomlos.
"In Süddeutschland sind 1,6 bis 4 % der erwachsenen Ixodes ricinus-Zecken infiziert. Die Prävalenz von Antikörpern, welche einen vorausgegangenen Kontakt mit dem Erreger bestätigen, liegt in Deutschland bei 1,9 bis 2,6 %. In Risikogruppen, wie Waldarbeitern oder Förstern, liegt sie mit 11,4 bis 18,4 % deutlich höher." (Wikipedia 2018)

Hunde, Katzen Wiederkäuer und Pferde stellen ein Erregerreservoir dar. Mücken und Bremsen können ebenfalls alle diese Bakterien und Viren transportieren und übertragen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Erregern, die von Tieren auf den Menschen übertagen werden können. Man nennt solche Infektionen Zoonosen.

Neben den oben genannten gehören Listerien, Yersinien, Campylobacter, Salmonellen, Lamblien, bestimmte Chlamydien, Toxoplasmose, Trichinen und das Q-Fieber sowie einige unbekanntere Erreger zu den von Tieren auf den Menschen übertragenen Krankheitskeimen. Insektenstiche sowie der direkte Kontakt z.B. mit den Ausscheidungen der Tiere oder ihrem ungegarten Fleisch können zur Infektion führen. Deswegen bleibt, wie auch bei Zecken, das oberste Gebot: Nicht gestochen werden.

Flugfähige Insekten kann man einerseits am Stich hindern, indem man Kleidung anzieht, durch die diese nicht hindurchstechen können (Fachhandel, z.B. Globetrotter®, McTreck® u.a.). Insektenrepellentien (Antibrumm®, Nobite®, und andere) sollten den Wirkstoff DEET enthalten (40-50%) und als Spray angewendet werden. Auf die Kleidungsstücke aufsprühen, durch die Insekten hindurchstechen können (Vorsicht bei Plastik, es kann durch das Mittel angegriffen werden - erst prüfen). So wenig wie möglich auf die unbedeckte Haut auftragen, die Substanz ist toxisch und kann das Nervensystem und das Herz angreifen. Sie wird über die Haut aufgenommen und in der Leber entgiftet. Kleine Kinder und Säuglinge sowie Schwangere und Stillende sollten die Substanz nicht anwenden.

Für die, die gestochen wurden, empfehle ich den Stichheiler (www.stichheiler.de), ein elektrisches Gerät, das den Juckreiz nimmt und offensichtlich auch eingebrachte Toxine entschärfen kann. Dass eingebrachte Bakterien damit abgetötet werden können, ist bisher nicht bewiesen. Ich glaube allerdings daran und fahre ohne ein solches Gerät nicht mehr in den Urlaub. Die üblichen Salben gegen bereits erfolgte Insektenstiche wirken allesamt nicht besonders gut, da ist durch Eiswürfel oftmals mehr Wirkung zu erzielen.

Ein ganz wichtiger Tipp für den Sommer: regelmäßig Hände waschen und vor dem Essen ggf. mit geeigneten Desinfektionsgelen sogar desinfizieren. Die meisten Erreger werden immer noch über den Mund aufgenommen. Was Sie in Bezug auf Krankheitsübertagung und Nahrungsmittelhandling, auch bei Grillfesten beachten sollten, finden Sie in meinem Buch "Reizdarm Adé" (www.buch-reizdarm-ade.de) auf den Seiten 194 bis 208.
Sport

Sportförderung

Das Therapeutikum betreut und sponsert die leistungssportlich orientierte Jugend des ARV Hanseat Hamburg (Rudern). Die ersten Titel sind in den Leibchen mit unserem Logo eingefahren.

Friedrich Dunkel
Deutscher Meister 2018 im Vierer ohne Steuermann, damit qualifiziert für die U23-WM 2018.
Paul Gralla und Anna Lülfing
Bronzemedaille bei der DM 2018 im Vierer mit Steuerfrau.
Charlotte Moritz
Deutschem Meisterin U17 im 2er ohne Steuerfrau
Praxis für ganzheitliche Medizin
Dr. med. Michael Tank
Borsteler Chaussee 47, 22453 Hamburg
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Tel 040-51 320 990 | Fax 040-250 50 80

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