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Praxis Dr. Tank
Newsletter #3 / 2015

 
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Liebe Leser,

der Sommer ist da, auch die Urlaubszeit beginnt in Kürze. Wir nutzen den Sommer, um unser Gesundheitszentrum zu bauen, auszustatten, den Anforderungen an Gesetze und Hygiene entsprechend herzurichten, bevor das Therapeutikum Hamburg voraussichtlich zum 1. September 2015 seinen Betrieb in der Borsteler Chaussee 47, 4. OG aufnehmen wird.

In einem Sonder-Newsletter werde ich Sie Mitte August über alle Teilnehmer, die Neuerungen und die Möglichkeiten unseres neuen Zentrums informieren. Bis dahin haben wir noch viel Arbeit vor uns, es stehen eine Weltmeisterschaft und eine Europameisterschaft im Beachvolleyball an - und dann natürlich der Umzug.

Viele von Ihnen fahren in den Urlaub. Auch wenn die Sonne uns bisher in diesem Jahr nicht verwöhnt hat, ist UV-Schutz Pflicht. Ich möchte auch noch einmal auf die Reiseapotheke hinweisen, die Sie in meinem Newsletterarchiv finden (Newsletter 3/2009) und auf die homöopahtische Hausapotheke für Kinder (Newsletter 6/2012). Die Empfehlungen haben sich nicht geändert. Auch zu verdorbenem Magen, Selbstmedikation bei Erkältungen, etc. finden Sie Interessantes in den alten Newslettern. Viel Spaß beim Stöbern!

Ihr Dr. Michael Tank
 
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In diesem Newsletter

Selbstmedikation kann schwere Folgen haben
Frankreich verbietet WLAN in Kindergärten
Die Mutter ist krank und der Foetus hilft
Kombinationspräparate
Was haben Karotten, Grünkohl, Eier und Leber gemeinsam?
Termine im Sommer
Praxis News â“

Gynäkologie, Geburtshilfe, IST-Diagnostik

Die Kollegin Dr. Ebsen, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, IST-Diagnostik, hat die Praxisräume am Klosterstern 6 verlassen und wird mit uns in das Therapeutikum ziehen. Bis dahin behandelt sie an zwei Standorten in Hamburg.

Dr. Ebsen erreichen Sie derzeit unter 0172-4276644 oder über unsere Praxis 040-2500286.

Gesundheit

Selbstmedikation kann schwere Folgen haben

imageKopfschmerzen, Sodbrennen, Gelenkbeschwerden? - kein Problem da gibt's doch was aus der Apotheke. Immer mehr rezeptpflichtige Medikamente werden in niedrigeren Dosierungen rezeptfrei abgegeben. Bei Beschwerden einfach in die Apotheke?



Wer sich das Vorabendprogramm ansieht wird geradezu erschlagen von Werbung für Medizin und Medizinprodukte. Jeder zweite Werbespot beschäftigt sich mit Gesundheit und was man selbst dafür tun kann. Es geht in diesem Markt um ca. 6 Milliarden Euro, die von Patienten ohne ärztliche Beratung direkt in den Apotheken ausgegeben werden. Nach der Gesundheitsreform 2004 mussten Krankenkassen rezeptfreie Medikamente nicht mehr erstatten. Zielgruppe der Industriewerbung waren plötzlich nicht mehr die Ärzte, sondern die Patienten selbst. Das merkt man in der Fernsehwerbung, der Apothekenumschau, den Illustrierten.

Manches rezeptpflichtige Arzneimittel wurde in der Dosierung soweit runtergefahren, dass die Wirkung einer Tablette quasi zu vernachlässigen ist. Diclofenac (z.B. Voltaren®) wird ärztlicherseits in Dosierungen von 3 x 50 mg oder 2x 75mg verordnet. Diese Zubereitungen sind rezeptpflichtig. Höher dosierte Arzneimittel dieses Typs (Man nennt sie NSAR = Nicht Steroidale AntiRheumatika) zu denen auch Ibuprofen gehört, können die Blutungszeit verlängern und zu Magenblutungen führen. Deswegen hat die Industrie Tabletten mit 25mg auf den Markt gebracht, die nun aber frei verkäuflich sind. Begründung: in der Dosierung von 25mg sind Nebenwirkungen extrem selten. Sie ahnen es, wenn Nebenwirkungen extrem selten sind, dürfte Gleiches auch für Wirkungen gelten.

Was macht also der Patient? Er nimmt mehrere Tabletten. Das freut die Industrie und den Apotheker. Allerdings kommt der Patient jetzt in Dosisbereiche, in denen er durchaus z.B. mit Magenbluten rechnen muss. Weil bei längerer Einnahme und höheren Dosen Magenprobleme häufig sind, wird in der Schulmedizin zur Therapie mit NSAR reflexartig ein "Magenschutzpräparat" verordnet. Hört sich schön an, ist es aber nicht.

Diese Magenschutzmittel sind Säureblocker und Protonenpumpenhemmer. Im Magen wird Säure produziert, in dem ein Wassermolekül durch ein zinkabhängiges Enzym namens Carboanhydrase in ein Wasserstoffion (H+ = Proton) und ein Hydroxylanion (OH-) gespalten wird. Die Protonenpumpen schaffen dann das H+ (= Säureteilchen) in den Magen. Dort wird es bei der Verdauung gebraucht, denn fast alle Verdauungsenzyme im Magen benötigen Säure zur optimalen Wirkung. Säure soll dort aber nur während der Verdauung sein.

Bei Menschen mit Sodbrennen ist die zeitliche Kontrolle der Säurefreisetzung gestört, deswegen bekommen auch sie diese Protonenpumpenhemmer. Bei durch NSAR vorgeschädigter Magenschleimhaut kann die Säure die Magenwände angreifen und z.B. Blutungen auslösen. Säureblocker reduzieren die Säure im Magen und beugen so diesen Risiken vor. Soweit so gut, denkt man.

In der Werbung taucht neuerdings Nexium control® auf. Der Wirkstoff Esomeprazol hemmt sowohl die Säurebildung als auch den Säuretransport in den Magen. Die Werbung verspricht: eine Tablette pro Tag und die Beschwerden sind ursächlich behandelt. Was offen bleibt, ist die Lösung des WARUMs des Sodbrennens. Und natürlich ist die Blockade der Säureproduktion und -freisetzung keine ursächliche Therapie des Problems, aber immerhin ist das Sodbrennen weg.

"Der Liebe Gott hat uns Magensäure gegeben, weil wir sie brauchen"

Nahezu alle Verdauungsenzyme im Magen benötigen einen pH-Wert von 1,5-3. Haben wir die Säure nicht, erfolgt die Verdauung im Magen unvollständig oder gar nicht. Daraus ergibt sich, dass deswegen alle weiteren Verdauungschritte im Darm ebenfalls nicht richtig funktionieren. Damit meine ich nicht nur, dass Bakterien plötzlich Nährstoffe bekommen, die sonst dort nicht hingehören und dadurch eine Verschiebung der Darmflora hin zu vergärenden Bakterienarten erfolgt, - mit riechbarem Erfolg. Ich will vielmehr darauf hinweisen, dass auch die Nährstoffaufnahme nicht funktioniert. Wenn die Nahrung nicht aufgeschlossen werden kann, können die Darmzellen sie auch nicht aufnehmen.

"Magnesiummangel durch langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern". Unter diesem Titel las ich neulich eine Mitteilung eines Labormediziners. Er hat Studien zitiert, die nachweisen, dass unter Einnahme von Protonenpumpenhemmern die Werte von Magnesium im Blut so stark abfallen können, dass es zu Symptomen kommt. Diese waren Krampfanfälle, Schwindel, Erbrechen und Durchfall, Missempfindungen und Krämpfe. Aber dafür gibt es ja was aus der Apotheke...

Besonders gefährlich können Magensiummängel werden, wenn gleichzeitig Medikamente eingenommen werden. Medikamente, die Herzkraft stärken sollen (Digitalisglycoside) oder Entwässerungstabletten verstärken den Magnesiummangel. Aus ganzheitlicher Sicht kann man noch ein Stück weiter gehen. Osteoporose ist u.a. darauf zurück zu führen, dass der Körper Mineralien nicht aufnehmen kann und sie ggf. sogar aus dem Knochen frei setzt, um dem Mangel in den Geweben entgegenzuwirken.

Was wäre der richtige Weg?

Natürlich verordnen auch wir kurzfristig Protonenpumpenhemmer, wenn jemand an einer ausgeprägten Magenschleimhautentzündung leidet oder Magengeschwüre hat. Aber die Einnahme sollte 14 Tage nicht überschreiten. Wichtig finde ich, dass man sich fragt, wo diese Entzündungen oder das Sodbrennen herkommt. Infekte des Magens und des Darms können zu nachhaltigen Verdauungsstörungen führen. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, psychische Belastungen und Stress sind mögliche Unterstützer von Magenproblemen. Die Lösung findet sich meistens nicht durch eine Magenspiegelung, sondern in der ganzheitlichen Diagnostik. Eine Spiegelung sieht Entzündungen, vielleicht Geschwüre und sie kann Proben nehmen, aber sie kann keine Funktionstests durchführen. Infekte sieht man meistens nicht, Infekte muss man nachweisen. Da Bakterienkulturen nicht immer funktionieren, also Bakterien anwesend sein können, ohne dass sie sich einfach nachweisen lassen, sind meine ganzheitlichen Kollegen und ich überzeugt, dass wir mit unseren Methoden sensibler und zuverlässiger mögliche Ursachen aufspüren und dann gezielt behandeln können. Wenn Infekte ausgeschlossen oder beseitigt sind, dann kann man Nahrungsmitteltests durchführen und natürlich auch die psychischen Probleme angehen.

Fazit: Selbstmedikation kann schwere Folgen haben, vor allem wenn Medikamente lange und ohne ärztliche Kontrolle angewandt werden. Auch frei verkäufliche Arzneimittel haben Nebenwirkungen und können zu neuen Problemen führen. Diese sollten dann nicht mit einem weiteren Medikament gegen Nebenwirkungen behandelt werden. Sonst droht eine endlosspirale von Medikamenteneinnahmen, von der letztlich nur die produzierende und verkaufende Industrie profitiert. Werbung hat nur einen Zweck, verkaufen, verkaufen, verkaufen. Und natürlich sind die Werbemethoden und -Aussagen juristisch geprüft und psychologisch darauf abgestimmt, die Masse zu erreichen. Dennoch werden wichtige Fakten gezielt weggelassen oder so geschickt dargestellt, dass man als Laie die Werbeaussage kaum prüfen kann. Ich empfehle immer die Rücksprache mit dem Arzt des Vertrauens, bevor sie sich für eine längere Zeit einer Medikamenteneinnahme unterziehen. Apotheker profitieren direkt vom Verkauf - ich rate, sich nicht von weißen Kitteln blenden zu lassen. Die Mehrzahl der Apotheker hat noch nie einen Menschen untersucht.

Gesundheit

Frankreich verbietet WLAN in Kindergärten

imageHochfrequenzstrahlung wird von der Weltgesundheitsorganisation seit 2011 als potenziell krebserregend eingestuft. In Frankreich hat man reagiert und WLAN in Kindergärten verboten.




Die Presse meldete es bereits Ende Januar: In Frankreich hat es ein Gesetzentwurf durch´s Parlament geschafft, der WLAN in Kindergärten für Kinder unter 3 Jahren verbietet. Werbung für Tablet-Computer für unter 14-jährige und Handys ohne Headset darf ebenfalls nicht mehr erfolgen. WLAN in Schulen soll auf die direkte Benutzung begrenzt bleiben und nach Nutzung soll WLAN inaktiviert werden. Hintergrund ist u.a. die Einstufung von WLAN-Strahlung als potenziell krebserregend. (Siehe auch Newsletter 4/2011 und 5/2014).

Aus meiner Sicht ist diese Entscheidung ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin ein erstes Zeichen, dass die Politik, auch gegen die konservative Opposition und die Industrie, zumindest in Frankreich bereit ist, zu handeln. Ich kann Ihnen nur raten die o.g. Newsletter noch einmal zu lesen und sich selbst so gut wie möglich zu schützen. In unseren neuen Praxisräumen wurden alle Kabel, sowohl Stromkabel als auch Datenkabel, vollständig abgeschirmt und zusätzlich geerdet. WLAN wird es durch unsere Router nicht geben. Dennoch können auch wir nicht verhindern, dass wir von den Netzwerken der anderen Mieter im Haus belastet werden.
Gesundheit

Die Mutter ist krank und der Foetus hilft

imageWenn die Mutter in der Schwangerschaft ihre Medikamente nicht nimmt, kann das unerwünschte Folgen für den Foetus haben.





Kropfbildung beim Kind kann durch einen Mangel bei der Mutter ausgelöst werden. Schilddrüsenfunktionsstörungen sind häufig. Nach unterschiedlichen Quellen sollen bis zu einem Drittel der Bevölkerung an Schilddrüsenproblemen leiden. Deutschland ist ein Jodmangelgebiet, wobei der Jodmangel von Nord nach Süd zunimmt. Jodmangel kann, neben anderen Ursachen zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Auch Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse (Hashimoto, Basedow) können dazu führen, dass in den Stoffwechsel der Schilddrüse aktiv eingegriffen werden muss. Bei schwangeren Frauen reagiert das System des Säuglings zusammen mit dem der Mutter. Hormone sind so klein, dass sie die Plazenta mühelos durchdringen können. Hat die Mutter eine Schilddrüsenunterfunktion und ist diese nicht richtig eingestellt, wird die Schilddrüse des ungeborenen Kindes versuchen, mehr Schilddrüsenhormon zu bilden und es dem mütterlichen Kreislauf zur Verfügung stellen. Beim Kind wächst dadurch die Schilddrüse übermäßig, so dass das Kind bei der Geburt einen Kropf haben kann. Ist das Kind abgenabelt und der Säugling wird mit ausreichend Jod versorgt, bildet sich der Kropf in der Regel zurück.

Frauen sollten deswegen bei leichtesten Hinweisen auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung diesbezüglich umfassend untersucht und gut eingestellt werden. UND: Frauen, die schwanger werden und ihre Schilddrüsenmedikation regelmäßig einnehmen, sollten mit dem Gynäkologen, der sie in der Schwangerschaft betreut, genau diese Problematik besprechen. Es wird empfohlen, die Dosis in der Schwangerschaft um 15% und in der Stillzeit um ca. 30% zu erhöhen. Eine Studie in Paris hat den o.g. Zusammenhang bewiesen. Die Franzosen gehen sogar so weit zu fordern, dass alle Frauen im gebärfähigen Alter Jod zusätzlich in Tablettenform zu sich nehmen sollten.
(Luton,D et al: Jodine deficiency in Northern Paris area: Impact on fetal thyroid mensuration. PLoS ONE2011;6 (2): e14707.doi10.1371)

Sicher falsch ist, in der Schwangerschaft aus grundsätzlichen Erwägungen auf jegliche Medikamente zu verzichten. Medikation in der Schwangerschaft und Stillzeit ist grundsätzlich möglich und sinnvoll, sollte aber in enger Absprache mit den jeweiligen betreuenden Gynäkologen erfolgen. Dazu bedarf es eines Teamworks zwischen verordnendem (Haus-)Arzt und allen anderen beteiligten Ärzten.
Medizin

Kombinationspräparate

imageKombinationspräparate, also Arzneimittel mit mehreren Inhaltsstoffen, werden verteufelt. Zu unrecht?





Dass die Industrie bestimmt, was wir an Medikamenten bekommen, liegt auf der Hand. Masernimpfstoff gab es eine Zeit lang nur als Kombinationsimpfstoff mit Mumps und Röteln. Eine individuelle Medizin war damit nicht möglich. Inzwischen gibt es den Masernimpfstoff als Einzelimpfstoff wieder, wenn auch aus französischen Quellen und ungefähr doppelt so teuer. Ähnlich verhält es sich mit dem Medikament Celestamine®, einer Kombination eines Antiallergikums mit Kortison, dass bei Pollenallergien bei schweren Verläufen eine sinnvolle und wirkungsvolle Kombination darstellt. Meinungsmacher, oft aus Universitäten und mit entsprechenden Titeln ausgestattet, sorgen mit Gutachten und bezahlten Studien dafür, dass solche Kombinationen als riskant oder wenig sinnvoll dargestellt werden und dann vom deutschen Markt verschwinden. Wir besorgen Celestamine aus Frankreich. Der normale deutsche Patient bekommt stattdessen beide Inhaltsstoffe einzeln in unterschiedlichen Packungen. Das bringt sowohl der Pharmaindustrie als auch dem Apotheker mehr, der ja pro Packung entlohnt wird.

Genauso wie eben beschrieben wird seit Jahren gegen Kombinationspräparate bei Erkältungsmedikamenten gewettert. Nun liegt ein Sonderdruck der "Miteilungen der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf und Hals-Chirurgie e.V. vor, die sich mit Kombinationspräparaten gegen Erkältungskrankheiten bei Erwachsenen beschäftigt hat. (Gesponsert von WICK-Pharma ) Erkältungskrankheiten zeichnen sich durch typische Symptomenkomplexe aus. Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Niesen, Husten, Gliederschmerzen, frieren, Heiserkeit oder Nasenverstopfung gehören dazu.

Es liegt auf der Hand, dass, wenn man gegen jedes einzelne Symptom eine eigene Wirksubstanz verabreichen wollte, der Patient mehrere Medikamente in unterschiedlicher Häufigkeit und Dosierung einnehmen müsste. Dadurch wird die Behandlung einer Infektion der oberen Atemwege zu einem komplizierten Unterfangen. Einfacher wäre es, ein Medikament gegen alles zu nehmen. Nachgewiesen ist, dass die Zuverlässigkeit der Medikamenteneinnahme abnimmt, je komplizierter die Einnahme ist und je mehr Medikamente eingenommen werden sollen.

Die Lösung sind Kombipräparate, wie man sie in Herbst und Winter regelmäßig in der Werbung findet. EIN Saft oder EINE Tablette und vielleicht ein Nasenspray extra reicht zur Behandlung aus. Die Veröffentlichung stellt schlüssig dar, dass es keine Beweise dafür gibt, dass Kombinationspräparate eine höhere Toxizität oder Gefahr für die Patienten aufweisen, als die Summe der Einzelsubstanzen. Dieses Ergebnis wundert angesichts der Auftraggeber nicht, aber auch der gesunde Menschenverstand lässt einen zu dem Schluss kommen, dass man Wirkstoffe auch mischen kann.

Wer bei seiner Oma mal auf den Medikamentenplan geschaut hat, wird finden, dass diese auch mehrere Wirkstoffe aus verschiedenen Medikamenten regelmäßig einnimmt. Säureblocker, Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Fettsenker, Wassertablette sind eine durchaus typische Kombination von Mitteln. Nur dass jede Tablette eigene Zusatz und Hilfsstoffe, Farbstoffe und Lösungsvermittler, Kapselstoffe, Rieselstoffe und Geschmackskorrigentien enthält, deren Wechselwirkungen im Körper in der Kombination nie untersucht wurde. Wir wissen, dass in Deutschland jährlich zwischen 25000 und 58 000 Patienten durch falsche Medikation sterben, wie eine Untersuchung der Uni Witten Herdecke berichtet.

Da macht es aus ganzheitlicher Sicht, durchaus mehr Sinn, auf einzelne Präparate zu verzichten und die gewünschte Wirkstoffkombination als Kombinationspräparat einzusetzen. Das spart Ressourcen, Kosten für die Packungen und vor allem Begleitstoffe, die Medikamenten aus technologischen oder geschmacklichen Gründen zugesetzt werden. Aus der Praxis kann ich sagen, dass wir uns natürlich bemühen, die Ursachen des Infektes festzustellen. Bei Virusinfekten kann man nur symptomatisch behandeln und das Immunsystem stärken. Bei bakteriellen Infekten gelingt in der Regel der Erregernachweis, so dass wir gezielter und ursächlicher vorgehen können. Wer aber wegen der Sommergrippe weder schlafen noch atmen kann, sollte sich durchaus kurzzeitig auf die Hilfe der Kombinationspräparate verlassen. Gerade beim Virusinfekt kommt es auf Schonung, Ruhe und erholsamen Schlaf an.
Ernährung

Was haben Karotten, Grünkohl, Eier und Leber gemeinsam?

imageVitamin A kommt nur in tierischen Produkten vor. Vegetarier müssen einen, durchaus gesunden, Umweg gehen.





Es gibt eine Stoffklasse, die für unser Wohlbefinden wichtig ist und die wenig Beachtung findet. Die Carotinoide, auch als Provitamin A bezeichnet, sind die Vorstufe für Vitamin A. Vitamin A, ein fettlösliches Vitamin, kommt nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft vor. Im Fleisch der Leber und im Eigelb findet man hohe Konzentrationen. Die Vorstufen, aus denen im Körper Vitamin A hergestellt werden kann, finden sich z.B. in Brokkoli, Grünkohl und Karotten. Um sie aufzunehmen, muss man die Zellwände der Gemüse knacken. Das geschieht entweder durch eine hochwertige Saftpresse oder durch Blanchieren des Gemüses. Die kurzzeitige Erhitzung in kochendem Wasser oder Wasserdampf knackt Zellwände und Zellverbindungen auf und ermöglicht eine leichtere Freisetzung der enthaltenen Vitamine.

Vitamin A als fettlösliches Vitamin kann theoretisch überdosiert werden. Deswegen verwendet man in der Medizin neben Vitamin A vor allem Carotinoide, aus denen der Körper soviel Vitamin A macht, wie er benötigt. Überdosierungen kommen so nicht vor. "Vitamin A ist gut für die Augen", hört man immer. Stimmt. Das Sehpurpur, Rhodopsin, ein Pigment, das in den Photorezeptoren im Auge benötigt wird, ist von der Anwesenheit von Vitamin "A" abhängig. Außerdem hat Vitamin A einen wichtige Funktion zum Aufbau epithelialer Zellen. Epitheliale Zellen sind die Oberflächenzellen, die unseren Körper zur Umwelt hin bedecken. Unsere Haut, die Mund- und Darmschleimhaut, die inneren Blutgefäßoberflächen und unsere Gelenkinnenhäute sind von einer Zellschicht bedeckt, die man Epithel nennt. Und wenn die intakt ist, sind wir besser gegen Einflüsse von außen geschützt.

Zink ist ein wichtiges Spurenelement, dass für den Vitamin-A-Stoffwechsel benötigt wird, Zinkmangel kann bei vorhandenem Vitamin A ebenfalls zu Störungen im Vitamin-A-Stoffwechsel führen. Vitamin A beeinflusst auch den Eisenstoffwechsel, den Transport von Schilddrüsenhormonen und die Funktion des Immunsystems. Gerade jetzt im Sommer, wenn die Gemüse reif sind, sollten wir ausreichend davon verzehren. Karotten sind toll, um mit wenig Kalorien zu sättigen, aber bei normalem Verzehr roher Karotten werden die Carotinoide nicht gut aufgenommen. Ab und zu ein Möhrensaft, ein grüner Smoothie mit Brokkoli, Karotte und einem Apfel für den Geschmack sowie einem Esslöffel eines hochwertigen Pflanzenöls hilft, die gewünschten Rohstoffe aufzunehmen. Oder, wie oben beschrieben, man blanchiert die kleingeschnittenen Gemüse und gibt z.B. einen Löffel Öl oder zerlassene Butter dazu. Die Fettkomponente verbessert die Aufnahme.

Guten Appetit!
Paxis

Termine im Sommer

  • Vom 25. Juni bis zum 5 Juli betreue ich unsere Nationalteams im Beachvolleyball bei der Weltmeisterschaft in Holland. Meine Praxis ist in dieser Zeit geschlossen. Frau Rohde und alle Physiotherapeuten und Osteopathen arbeiten.


  • Vom 28. Juli bis 2. August bin ich bei den Europameisterschaften in Klagenfurt in Österreich. Auch in dieser Zeit sind die angeschlossenen Praxen besetzt, meine Praxis ist geschlossen.


  • Ab dem 12. August bis zum 1. September haben wir keine Termine vergeben, um ausreichend Zeit für den Umzug zu haben. In dieser Zeit kann es sein, dass wir einzelne Patienten behandeln können, in Abhängigkeit von den Handgewerken und dem tatsächlichen Fortgang des Umbaus der neuen Räume.
Wir schreiben Sie schon jetzt gerne auf eine Warteliste und rufen Sie an, wenn wir freie Kapazitäten haben. Wir hoffen, Sie am dem 1. September störungsfrei in den neuen Räumen begrüßen zu können. Wie gewohnt rufen wir Sie einen Werktag vor Ihrem Termin an und erinnern an den Termin. In diesem Gespräch teilen wir Ihnen mit, wo wir Sie empfangen, in den alten oder den neuen Räumen. Sofern wir Sie nicht erreichen, gehen Sie bitte davon aus, dass wir im August weiterhin im Krohnskamp 17 und ab September in der Borsteler Chaussee 47 anzutreffen sind.

Wegen der Teambetreuung und des geplanten Umzugs sind Termine derzeit erst ab September frei. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass wir keine Möglichkeit haben, diese derzeit unbefriedigende Situation zu ändern.
Praxis für ganzheitliche Medizin
Dr. med. Michael Tank
Krohnskamp 17, 22301 Hamburg
www.tank-deutschland.de | praxisdrtank@web.de
Tel 040-250 02 86 | Fax 040-250 50 80

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