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Praxis Dr. Tank
Newsletter #4 / 2014

  
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Liebe Leser,

diesmal hat es drei Monate gedauert, bis dieser Newsletter fertig war. Zum einen hat uns die kurzfristige Absage eines potenziellen neuen Vermieters beschäftigt, zum anderen gab es viel Arbeit in Bezug auf Lehrtätigkeiten.

Ich unterrichte nicht nur am Bodensee-Campus in Konstanz angehende Tourismus- und Gesundheitsmanager, ich organisiere und leite auch den jährlichen Kongress der ganzheitlichen Therapeuten des Tutzinger Arbeitskreises im September in Leipzig. Zusätzlich findet in Dresden der internationale Jahreskongress der Kinesiologen statt, auf dem ich einen Workshop zur Sportmedizin leite. Diese Veranstaltungen wollen gut vorbereitet sein und das kostete viel Zeit.

Den Sommer haben wir hinter uns, und ich denke wir Norddeutschen dürfen uns freuen, wenn wir zu Hause geblieben sind. Bei uns gab es Sonne satt. Jetzt im Herbst steht deswegen auch der jährliche Hautkrebscheck an. Dafür sollte man etwa 4 Wochen nicht dauerhaft in der Sonne gewesen sein, weil intensive direkte Sonnenbestrahlung die Befunde vorübergehend verschlechtern können. Außerdem endet für viele Allergiker die Pollenflugsaison im Herbst. Wer starke Beschwerden hatte, sollte sich im Herbst untersuchen lassen, damit eine evtl. nötige Hyposensibilisierung rechtzeitig vor der kommenden Saison durchgeführt werden kann.

In diesem Newsletter lesen Sie, warum Ebola für uns keine Gefahr darstellt, Händigkeit scheint angeboren zu sein, Antibabypillen erhöhen das Thromboserisiko für Frauen, Mondphasen haben vermutlich keinen Einfluss auf Schmerzen nach Operationen , Freunde sind genetisch ähnlich und Ölziehen kann Zahnfleischprobleme bessern.

Es ist die Zeit der Volksläufe. Was aber tun, wenn die Beine schwer sind, man aber laufen will/muss? Wer viel reist, braucht sich demnächst um Gelbfieber weniger Sorgen zu machen, die Impfvorschriften haben sich geändert, Auffrischungsimpfungen entfallen.

Zuletzt noch eine gute Nachricht - wir bekommen Verstärkung! Caroline Schroeder bereichert unser Team.

Ich wünsche Ihnen einen goldenen Herbstanfang

Ihr Dr. Michael Tank
 
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In diesem Newsletter

Schwere Beine - ein Notfallprogramm
Ölziehen
Neues zur hormonellen Verhütung
Ebola
Gelbfieberimpfung - und mehr
Leben nach Mondphasen - alles Unfug?
Freunde haben ähnliche Erbanlagen
Händigkeit angeboren?
Neues Gesicht im Team
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Neues Gesicht im Team

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Caroline Schröder ist neue Physiotherapeutin und Osteopathin in meiner Praxis, mit Zusatzausbildungen in Lymphdrainage, Kinesiotaping. Diplome als Fitnesstrainerin und Skilehrerin runden ihren Werdegang ab. Frau Schröder ist neben der Osteopathie auf Beckenbodenbehandlungen spezialisiert.

Termine bei Frau Schröder können Sie über meine Praxisnummer 040 - 25 00 286 vereinbaren.
Sport und Gesundheit

Schwere Beine - ein Notfallprogramm

imageWer weiß, dass er am Folgetag eine größere sportliche Belastung hat, lange stehen oder viel gehen muss, kann einiges dafür tun, den Tag besser zu überstehen.




Schuhwerk

Insbesondere im Businessbereich wird von Damen verlangt, dass sie Schuhe tragen, die orthopädisch bedenklich sind. Aus funktioneller Sicht sind enge Schuhe dabei schlimmer als hohe Absätze. Enge Schuhe stören die Autoregulation des Gangbildes und können Nackenschmerzen verursachen. Hohe Schuhe verändern die Beinachse und die Beingelenke bis zur Hüfte, ja sogar die Wirbelgelenke stehen unnatürlich. Wer das nicht gewöhnt ist, bekommt Muskelschmerzen in Bein oder Rücken. Professionelle Models tragen solch Fuß-vergewaltigendes Schuhwerk nur für die Shootings/Walks, die sie durchzuführen haben und ziehen die Schuhe sofort danach aus. Wer dieses von Berufs wegen nicht machen kann, sollte zumindest in Ruhephasen die Schuhe ausziehen und die Beine hochlegen und bewegen. Oder gleich ausreichend weite Schuhe ohne hohe Absätze wählen.

Wann passt ein Schuh?

Stellen Sie sich ohne Schuhe auf ein Blatt weißes Papier und bitten Sie jemanden, den Umriss ihres Fußes nachzuziehen. Dann haben Sie einen Eindruck davon, wie viel Platz Ihr Fuß gewichtstragend, also im Stehen, benötigt. Dann stellen Sie alle Ihre Schuhe auf den Umriss und vergleichen, in welchem Schuh Ihr Fuß wirklich ausreichend Platz hat... Es werden bei der Damenschuhmode nicht viele sein. Achten Sie beim Schuhkauf auf ausreichend Platz in der Breite und nehmen Sie im Zweifel den niedrigeren Absatz. Für Männer gilt: je weicher die Sohle desto besser kann der Fuß bewegt werden und auf den Untergrund reagieren. Wählen Sie einen Schuh der passt, leicht und möglichst flexibel ist.

Wege zur Leistungssteigerung

Eiweißfreie Ernährung
Unsere Leber ist das Hauptstoffwechselorgan, das die aus dem Magen-Darm-Trakt angelieferten Nährstoffe sowie die aus dem Körper stammenden, zur Ausscheidung vorgesehenen, Abfallstoffe bearbeiten muss. Wenn die Leber überfordert ist, fühlen wir uns müde und schlapp. Leberschmerzen gibt es nicht, aber Müdigkeit oder Energielosigkeit sind ein möglicher Hinweis auf ein Leberproblem. Um die Leber zu entlasten, hilft es, zu fasten. Dann kommen aus dem Darm keine neuen Bau- und Nährstoffe und die Leberzellen können sich vorrangig um die Verarbeitung ausscheidungspflichtiger Substanzen kümmern. Außerdem kann man den Darm entleeren, so dass aus den dort bereits vorhandenen Nährstoffen die Leber ebenfalls nicht mehr belastet wird.

Besonders wird die Leber gefordert, wenn sie große Mengen Eiweiße verarbeiten soll. Deswegen sollte man vor einem anstrengenden Tag oder einer besonderen körperlichen Belastung am Vorabend möglichst eine ballaststoffarme und eiweißreduzierte Ernährung haben.

Saftfasten
Säfte liefern z.B. Energie (Fruchtzucker) und sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien und Vitamine, haben aber keine Ballaststoffe und kein Eiweiß und werden rückstandsfrei aufgenommen. Wer übergewichtig ist, darf auch Gemüsebrühe oder Tees verwenden. Diese haben weniger Kalorien, füllen aber eventuell die Energiespeicher nicht auf. Milchshakes sind wegen ihres Fett -und Eiweißgehaltes nicht zu empfehlen.

Kaffeeeinlauf vor Laufbelastungen
Drei bis 5 Stunden vor dem Wettkampf, der Belastung, dem Tagesbeginn macht man einen Einlauf. (Entsprechende Utensilien zur Mehrfachverwendung gibt es in jeder Apotheke, man frage nach einem Irrigatorset). Der Einlauf sollte mit raumwarmem Kaffee durchgeführt werden. Es empfiehlt sich also, den Kaffee vielleicht schon am Vorabend zu kochen. Das Koffein des Kaffeeeinlaufes regt die Darmdurchblutung an und stimuliert die Leber. Es gelangt in den Kreislauf und macht wach. Ein Einlauf hilft den Darm besser zu entleeren. Ein leerer Darm reduziert den Druck im Bauchraum, so dass Blut und Lymphe aus den Beinen besser abfließen können.

Zur praktischen Durchführung füllt man das Gefäß (den Irrigator) mit ca. einem Liter Kaffee. Dann öffnet man den Verschluss am Schlauchende und lässt die Flüssigkeit über einem Waschbecken laufen, bis unten der erste Kaffee erscheint. Damit ist der zuführende Schlauch luftfrei. Dann führt man in Rückenlage das Darmrohr in den Enddarm und lässt langsam Kaffee in den Darm fließen. Es hat sich bewährt, das Gesäß auf einem Kissen (Handtuch unterlegen) etwas erhöht zu lagern, damit die Flüssigkeit im Darm nach oben fließen kann. Wenn man das Gefühl hat, dass der Darm voll ist und sich ein mildes Gefühl des Stuhldranges einstellt, wird der Zulauf gestoppt und das Darmrohr entfernt. Die bis dahin in den Darm eingelaufene Kaffeemenge sollte bei 200 bis 500 ml liegen. Man bleibt dann solange man kann, mit erhöhtem Gesäß, liegen, legt sich nach einigen Minuten auf die rechte Körperseite (Po bleibt erhöht) bis man das Gefühl hat, dringend zur Toilette zu müssen. Das sollte frühestens nach 5 Minuten, im Mittel nach etwa 15 Minuten so sein. Auf der Toilette wird dann der Darm entleert und ggf. ein zweiter Einlauf vorgenommen. Danach kann man mit leichtem Frühstück den Tag beginnen.

Probieren Sie es aus!
Gesundheit

Ölziehen

imageBeim Ölziehen wird eine geringe Menge Pflanzenöl (ca. 1 Eßlöffel = 15 ml) in den Mundgenommen und durch die Zähne bewegt. Ziel soll eine Entgiftung des Zahnfleisches sein.




Der Ursprung der Methode geht angeblich auf asiatische Quellen zurück. Die Idee ist, dass sich fettlösliche Gifte im Bereich von Zähnen und Zahnfleisch im Öl lösen sollen und dann ausgespuckt werden, um den Körper zu entlasten. Es gibt Hinweise, aber keine Studien, die eine Wirksamkeit belegen. Zahnärzte berichten immer wieder über bessere Abheilung von Zahnfleischentzündungen und Festigung von Zähnen, die von Parodontose bedroht sind.

Durchführung

Nach den Zähneputzen den Mund ausspülen, dann etwa 1 Eßlöffel eines schmeckenden (bitterstoffarmen) Pflanzenöls in den Mund nehmen und dort mehrere Minuten hin und her bewegen, kauen, durch die Zähne ziehen. Zusammen mit dem Speichel bildet sich dann eine milchige Fett-Öl-Emulsion und man hat das Gefühl, der Mund würde immer voller.

Nach 5-10 Minuten (manche sagen auch 20 Minuten) soll das Ganze ausgespuckt und der Mund mit reichlich Wasser nachgespült werden. Bei der Ölwahl empfiehlt es sich, auf den Geschmack zu achten. Leinöl oder Olivenöl enthalten manchmal Bitterstoffe, die einem den Spaß verderben. Sonnenblumenöl ist für viele angenehmer, aber auch jedes andere Pflanzenöl kann verwendet werden.

Zur Behandlung von entzündetem Zahnfleisch sollte man das Ölziehen 14 Tage lang täglich durchführen. Zur Gesunderhaltung reicht zweimal wöchentlich.

Tipp

Die ausgespuckte Öl-Speichel-Giftstoff-Mischung klebt gerne fürchterlich im Waschbecken, in das man gespuckt hat. Zur sparsamen Reinigung hat es sich bewährt eine Sprühflasche (wie zur Pflanzenbestäubung) mit einigen Tropfen Geschirrspülmittel und Wasser zu füllen und damit das Waschbecken abzusprühen. Die Tenside des Geschirrspülmittels lösen das Fett und das Waschbecken kann einfach ausgewischt werden.

Übrigens wird auch der Spülmittelverbrauch in der Küche weniger, wenn man sich eine Sprühflasche mit Seifenlösung herstellt und z.B. Pfannen oder Töpfe, die nur leicht verschmutzt sind, einfach einsprüht, statt ein ganzes Waschbecken mit Seifenlauge zu füllen. Spart Wasser, Spülmittel und schont die Umwelt.
Gesundheit

Neues zur hormonellen Verhütung

imageIn einer 2013 im British Journal of Medicine veröffentlichten Metaanalyse, bei der 26 Studien zusammengefasst und ausgewertet wurden, kamen die Forscher zum Ergebnis, dass das Risiko venöse Thromboembolien zu erleiden bei jeder Pilleneinnahme steigt.



Venöse Thromboembolien sind Blutgerinnsel aus Venen, die sich vom Entstehungsort lösen, und in der Lunge die dort wieder enger werdenden Lungenarterien verstopfen. Je nach Größe dieser Gerinnsel kann es zum Herztod kommen, weil es dem Herzen nicht mehr gelingt, das Blut in die Lunge zu pumpen.

Alle kombinierten Antibaby-Pillen, also jene die Östrogene und Gestagene enthalten, weisen ein mindestens zweifach, bei hohem Östrogenanteil (Ethinylestradiol) bis zu sechsfach größeres Risiko für Embolien auf. Frauen sollten also bei ihren Gynäkologen nachfragen, was für eine Pille sie nehmen und ob diese hohe Östrogenanteile (Menge an Ethinylestradiol über 30µg) enthält. Möglicherweise empfiehlt sich der Wechsel auf ein anderes niedriger dosiertes Präparat.

Übrigens: Rauchen erhöht das Embolie-Risiko um den Faktor drei, in Kombination mit hohen Östrogengehalten der Pille kann dann zusammen schnell Faktor 18 herauskommen.

(Stegemann B ,et al: Different combined oral contraceptives and the risk of venous thrombosis: systematic review and network metanalysis.BMJ 2013:347:f5298)
Gesundheit

Ebola

imageWir lesen und hören nahezu täglich über die neue Seuche, die in mehreren Ländern Afrikas wütet. Doch was ist EBOLA eigentlich?





Die Viruserkrankung gehört zu den so genannten Hämorrhagischen Fiebern. Es kann im Krankheitsverlauf neben Fieber und Schmerzen zu Blutungsneigungen kommen, die zu inneren Blutungen führen und damit zum Verbluten der infizierten Patienten. Es beginnt mit Grippesymptomen wie Muskelschmerzen, Schwäche und Kopfweh, dann können Erbrechen und Durchfälle auftreten und dann kann es zu Organversagen kommen. Wer die Krankheit überlebt, ist lebenslang immun.

Infektionsquelle sind Kranke, genauer, deren Körperflüssigkeiten, also Speichel, Blut, Urin, Sperma etc. Als Reservoirwirte gelten Nilflughunde, aber es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch andere Wildtiere (Bushmeat) das Virus enthalten, ohne selbst zu erkranken. Für die neuste Epidemie gilt der Verzehr von Flughunden als Quelle der Übertragung des Virus auf Menschen. Dabei gibt es verschiedene Virusstämme, die unterschiedliche Todesraten bei Menschen hervorrufen. Von den Erkrankten sterben zwischen 50 und 90%, wobei es eine ursächliche Behandlung nicht gibt. Alle Behandlungen sind symptomatisch, neue Medikamente werden gerade getestet, stehen aber noch nicht zur Verfügung.

Für die Übertragung von Mensch zu Mensch bedarf es des Kontaktes mit virushaltiger Körperflüssigkeit des Patienten, wobei direktes feuchtes Anhusten genügen kann. Die Inkubationszeit beträgt 2-21 Tage, im mittel 8-10 Tage, wobei eine Ansteckung nur erfolgt, während der Patient auch Krankheitssymptome hat. (Detailliertere Darstellungen finden Sie unter: www.symptomat.de/ebola).

Wer also die in Krankenhäusern üblichen und vorgeschriebenen Hygieneregeln für Infektionsstationen einhält, sollte sicher sein, sich nicht infizieren zu können. Wer Afrika kennt, weiß, dass es sogar an Einmalhandschuhen und Mundschutz mangeln kann und die Hygienestandards oft aus ökonomischen Gründen nicht eingehalten werden können. Dennoch ist die Berichterstattung in den Medien eher Panikmache.

Und die von der Weltgesundheitsorganisation und EU bereitgestellten US-Dollar Millionen eine vorschnelle Ausschüttung von Mitteln. Ebola verbreitet sich nämlich in erster Linie nicht, weil die Krankenstationen nicht funktionieren, sondern weil die Menschen den Ärzten, insbesondere den ausländischen, nicht vertrauen, ihre Kranken selbst pflegen wollen oder müssen und vor allem, weil rituelle Vorschriften den Umgang mit den Kranken und Gestorbenen in einer Weise regeln, die zur Infektion und Verbreitung der Krankheit führt.

Wenn man die Erkrankten isoliert und die Toten verbrennt, den Kontakt mit den Angehörigen minimiert und die gefährlichen, aber rituellen Verhaltensweisen verbietet, ist die Ausbreitung relativ schnell und mit wenigen Mitteln zu stoppen.

Unter diesem Aspekt sind die afrikanische Bevölkerung, ihr Glaube und ihre sicher geschichtlich begründeten Umgangsformen das eigentliche Problem. Und natürlich die Versorgungslage, die dazu führt, dass diese Menschen Flughunde essen. Ebola wäre bei uns kein Problem, weil in unserer Gesellschaft das Isolieren der Kranken vergleichsweise problemlos funktionieren würde, auch weil wir eine Infrastruktur haben, die klare Vorgaben umsetzen kann. In Deutschland würde kein Angehöriger ohne Schutzkleidung von einem Ebola-infizierten verstorbenen Angehörigen Abschied nehmen können. Der Kontakt würde staatlich kontrolliert und notfalls verweigert.

Insofern braucht bei uns niemand Angst vor Ebola zu haben. Bei Reisen in die betroffenen Länder sollte man Kranke meiden und sich vor Körperflüssigkeiten anderer schützen. Insgesamt reden wir über nicht einmal 2500 gestorbene Menschen. Dennoch sind die Medien voll. Mindestens genau so viele sterben täglich an Wassermangel, Hunger oder ausbleibender medizinischer Hilfe bei einfachen Erkrankungen wie Durchfall. Für die gibt es kein Sofortprogramm, wobei die bereitgestellten Summen auch zur Lösung der eigentlichen Probleme nicht ausreichen würden.
Gesundheit

Gelbfieberimpfung - und mehr

imageGelbfieber wird durch ein Virus ausgelöst, gegen das es keine medizinische Behandlung gibt. Es wird übertragen durch Insektenstiche, häufig durch Mücken der Gattung Aedes aegypti, aber auch andere Mückenarten kommen in Frage.




Die Erkrankung löst zumeist Erbrechen aus, geht mit Fieber und Gliederschmerzen einher und gleicht einer schweren Magen-Darm-Infektion. Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage. Bei etwa 15% der Erkrankten kommt es nach einer Phase der Besserung zu einer zweiten Krankheitsphase, bei der die Leber mitbetroffen ist und je nach Schweregrad der Leberstörung das Gerinnungssystem ausfallen kann. Dann kann es zu unkontrollierbaren Blutungen kommen. Es entsteht eine Gelbsucht, die der Krankheit ihren Namen gab. Diese Phase endet für jeden fünften Betroffenen tödlich.

Weil es eine ursächliche Therapie nicht gibt - Schmerzmittel/Fiebermittel wie Aspirin® und Ibuprofen® sollen NICHT eingesetzt werden, weil sie die Blutungszeit verlängern - ist eine Impfung die einzige Schutzmöglichkeit. Gelbfieber kommt in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Südamerikas vor, bisher nicht in Asien, obwohl die Überträgermücken dort auch leben.

Für Reisende ist die Gelbfieberimpfung vorgeschrieben, wenn sie aus einem Land mit Gelbfiebergebiet in ein anderes einreisen wollen. Eine Liste der Länder findet man im Internet (www.tropenistitut.de). NEU ist, dass die Weltgesundheitsorganisation die Vorschriften ab Juni 2016 ändert.

Bisher gilt, dass eine Gelbfieberimpfung alle 10 Jahre aufgefrischt werden muss. Ab Mitte 2016 gilt dann, dass eine Gelbfieberimpfung im Leben als ausreichend angesehen wird und eine regelmäßige Nachimpfung nicht mehr erfolgen muss.

Kommentar:
Ich bin auf meinen Reisen durch Gelbfiebergebiete NIE nach einem Impfstatus gefragt worden, obwohl die Einreisebestimmungen eindeutig sind und die Einreise verweigert werden kann, wenn man aus einem Gelbfiebergebiet kommt. Die Impfung macht vergleichsweise viele Symptome, die teils auch lange anhalten können. Damit sind nicht die üblichen Krankheitsgefühle, leicht erhöhte Temperatur, Schmerzen an der Injektionsstelle gemeint, sondern Hautunreinheiten, vermehrte Schweißneigung, Infektanfälligkeit. Vereinzelte Todesfälle sind berichtet und nachgewiesen, allerdings sind diese wirklich selten. Hirnhaut- und Gehirnentzündungen können auftreten, auch sie sind sehr selten. Muskel- und Gelenkschmerzen dagegen sind häufig, Fieber ebenfalls und es kann zu einer Impferkrankung kommen, die bis 10 Tage anhalten kann. Selbst offizielle Stellen sprechen von einer Nebenwirkungsrate von 25%.

Gelbfieberimpfungen bekommt man nur durch autorisierte Impfstellen. Diese findet man im Internet, z.B. auch auf der bereits oben genannten Seite des Tropeninstituts.

Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal betonen, dass diese Impfung in bestimmten Ländern Vorschrift ist und sich deswegen nur umgehen lässt, wenn man von einer zertifizierten Impfstelle ein Attest vorlegen kann, dass man aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann. Wer also in Gelbfiebergebiete reisen will, muss in den sauren Apfel beißen.

Vorsicht bei den Impfberatungen der zertifizierten Impfstellen:

Es wird nahezu immer versucht, den Impfstatus zu überprüfen und zu aktualisieren. Neuerdings will man bei allen vor 1972 geborenen Masern impfen. Dazu gilt das in meinem Buch Beschriebene, außerdem findet man Informationen auf www.impfschaden.info/krankheiten-impfungen/masern.html.

Auffrischungsimpfungen für Masern nach Aktenlage sind abzulehnen, weil sie die Häufigkeit an anderen Virusinfekten der Atemwege erhöhen, und weil sie ausgeprägte Nebenwirkungen haben können, bis hin zur immer tödlichen SSPE. Wer keinen Masernschutz besitzt - eine Blutuntersuchung kann das klären - , sollte, als Mädchen mit Einsetzen der Geschlechtsreife, geimpft werden. Der Einfachimpfstoff ist wieder verfügbar.

Bei der Auffrischung von Tetanus und Diphtherie wird neuerdings ein Dreifach-Impfstoff benutzt, der Keuchhusten (Pertussis) mit enthält. Diese Impfung ist aus verschiedenen Gründen abzulehnen. Keuchhustenimpfungen machen anfällig für Atemwegserkrankungen, sie schützen nicht vor Übertagung des Erregers und verhindern, dass ein Überträger erkannt wird. Weil der Überträger nicht selbst erkrankt, kann er das Bakterium unerkannt weitergeben. Umfeldimpfungen, wie sie gerne propagiert werden, nützen demnach nur den Herstellern und den impfenden Kollegen.

Einen Diphtherie- und Tetanusimpfschutz zu haben, ist bei uns sinnvoll, wobei es sowohl einzelne als auch Kombinationsimpfstoffe gibt. (TD = Tetanus-Diphtherie, TDP = Tetanus, Diphtherie, Pertussis). TDP wird von Impfbefürwortern verwendet, teils OHNE die vorgeschriebene Aufklärung. "Die Auffrischungen sind dran" heißt es und dann wird geimpft, was reingeht. Bitte seien Sie kritisch und lassen Sie sich gründlich informieren. Der Beipackzettel der Impfung, die ein Arzneimittel ist, steht Ihnen zu!

Nicht alle Auffrischungsimpfungen sind sinnvoll oder gar nötig, auch wenn man Ihnen das weismachen will. Man kann, insbesondere für Tetanus und Diphtherie im Blut messen, wie groß der Schutz noch ist. Sehr häufig stellt sich heraus, dass der Tetanusschutz ausreicht und der Diphtherieimpfschutz fehlt. Dafür gibt es Einzelimpfstoffe gegen Diphtherietoxin, eine Kombinations-Impfung ist dann nicht erforderlich.

Impfungen sollten immer eine individuelle Entscheidung sein und nicht nach Aktenlage oder per Pauschalgesetzgebung erfolgen (siehe auch: www.individuelle-impfentscheidung.de ).

Für Kinder gilt nach wie vor meine Empfehlung, nicht zu früh zu impfen und dem Immunsystem eine unbelastete Reifungszeit zuzugestehen (Siehe auch mein Buch: impfen oder nicht - was tun? www.impfenodernicht.de).
Wissenschaft

Leben nach Mondphasen - alles Unfug?

imageMondkalender gibt es schon seit dem Mittelalter. Zunächst waren es Bauern, die mondabhängig säten und ernteten, Holz schlugen, Getreide trockneten. Später kamen auch Ratschläge zu Haarpflege, Nagelpflege, Körperhygiene etc dazu.




In der universitären Medizin findet der Mondkalender keine Beachtung. Dennoch geben Hebammen übereinstimmend an, dass Kinder bei Vollmond öfter geboren werden, als zu anderen Phasen. Eine objektive Auswertung anhand von Geburtsregistern widerlegt diese Annahme.

In der Zahnmedizin gibt es Tage an denen es aus Sicht des Mondkalenders günstiger ist, Eingriffe am Zahnorgan zu machen oder Implantate zu setzen. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Mondphasen einen vermeintlich günstigen Einfluss auf die Einheilquote bei Zahnimplantaten haben, kann das aber nicht belegen. Eine Untersuchung der Uni Jena hat die Auswirkung von Mondphasen auf postoperative Schmerzen untersucht. Es zeigte sich keinerlei Einfluss. (BdW 9-2014,S. 8).
Wissenschaft

Freunde haben ähnliche Erbanlagen

imageGenetisch sind wir alle unterschiedlich, eineiige Zwillinge einmal ausgenommen. Frauen suchen sich üblicherweise Männer, deren Erbanlagen für das Immunsystem möglichst unterschiedlich sind, damit die Nachkommen einen besonders guten und vielfältigen Immunschutz haben.



Zwei amerikanische Forscher haben nun herausgefunden, dass Freunde einander genetisch eher ähneln. Bei der Analyse von 1900 Erbanlagen von Menschen, die an einem Ort lebten und gleicher ethnischer Herkunft waren, stimmten die Erbanlagen von Freunden stärker überein, als die von nicht befreundeten Menschen. Besonders viel Übereinstimmung fanden die Forscher in Erbanlagen für den Geruchssinn, weniger Übereinstimmung zeigte sich beim Immunsystem.

Spekulation der Forscher: Freunde, die gegenüber anderen Krankheitserregern als man selbst anfällig sind, behindern die Verbreitung von Krankheiten und könnten so von eigenem Nutzen sein. Menschen die nicht miteinander befreundet waren, hatten in dieser Untersuchung geringere Unterschiede in den immunrelevanten Erbanlagen. (www.spektrum.de - PNAS 111,S10796-10801,2014)
Wissenschaft

Händigkeit angeboren?

imageEine Untersuchung der Uni Wien an 13000 Personen kam zu dem Schluss, dass im Winter geborene Männer öfter Linkshänder sind. 7,5% der Frauen und 8,8% der untersuchten Männer waren linkshändig. Die Männer hatten vor allem zwischen November und Januar Geburtstag. Bei Frauen gab es einen solchen Unterschied nicht.


Das Hormon Testosteron wird als Ursache vermutet. Man nimmt derzeit an, dass Testosteron die Entwicklung der linken Hirnhälfte hemmt, deren Dominanz zur Rechtshändigkeit führt. Hohe Testosteronspiegel könnten also die Linkshändigkeit begünstigen. Warum aber sollen die im Winter geborenen einem erhöhten Testosteronspiegel in der Schwangerschaft ausgesetzt sein? Die Erklärung liegt im Licht. Licht fördert die Testosteronbildung, Mütter die im Sommer schwanger sind gebären im Winter und haben während der Schwangerschaft mehr Licht abbekommen und damit mehr Testosteron gebildet. Warum der Effekt nur bei männlichen Nachkommen auftritt, ist bisher ungeklärt. (BdW 9-2014,S. 24).
Praxis

Neues Gesicht im Team

imageCaroline Schroeder, Ehefrau von Sascha Schroeder, der seit über einem Jahr bei uns arbeitet, ergänzt unser Team. Caroline Schroeder ist 29 Jahre alt, Mutter eines Kindes und steigt jetzt wieder tageweise in das Berufsleben ein. Sie ist Physiotherapeutin und Osteopathin. Zusatzausbildungen in Lymphdrainage, Kinesiotaping, Diplome als Fitnesstrainerin und Skilehrerin runden ihren Werdegang ab.

Frau Schroeder hat, wie ihr Mann, lange Zeit am Olympiastützpunkt in Hamburg gearbeitet und Leistungssportler betreut, u.a. auch die HSV-Handballer und Leichtathleten des Hamburger Verbandes.

Sie ist neben der Osteopathie auf Beckenbodenbehandlungen spezialisiert. Beckenbodenbehandlungen sind häufig bei Inkontinenz, Beschwerden nach Entbindungen, Senkungsbeschwerden, Stürzen auf das Steißbein und wiederkehrenden Harnwegsinfekten angezeigt.

Caroline Schroeder wird Ihnen ab Oktober immer donnerstags zur Verfügung stehen. Termine können Sie über meine Praxisnummer 040 - 25 00 286 vereinbaren.
Praxis für ganzheitliche Medizin
Dr. med. Michael Tank
Krohnskamp 17, 22301 Hamburg
www.tank-deutschland.de | praxisdrtank@web.de
Tel 040-250 02 86 | Fax 040-250 50 80


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