Auftaktsiege

Der Auftakt ist gemacht! Okka und Stephie gewannen ihr erstes Spiel unter Flutlicht gegen Kuba nach Startschwierigkeiten in beiden Saetzen letztlich ueberzeugend mit 2:0 (19,17). Nach den zuletzt im Trainings gezeigten Leistungen und der bekannten Schwaeche gegen Kuba-  „die liegen uns einfach nicht“- ist es doch beruhigend, dass eine volleyballerisch mittelmaessige Leistung zu einem Sieg reichte. Es bestaetigt sich, dass bei Olympia durchschnittliche Leistungen reichen um vergleichsweise weit zu kommen, weil doch alle mit sich, den Stadion-Bedingungen und dem Presserummel ueberfordert sind.

Ueberlagert wurde der erste Beachvolleyballtag durch ein Attentat auf ein Mitglied der Crew von Eileen Youngs (unser Gegener  morgen), bei dem ein offensichtlich verwirrter Chinese zwei Personen verletzte und sich anschliessend selbst toetete. Der Schock sass tief bei den Amerikanern, dennoch erklaert das nicht die sensationelle Niederlage der Weltbesten Beachvolleyballer Todd Rogers/Phil Dalhauser gegen Lettland. So gut hat niemand die Letten vorher gesehen, – taktisch exellent eingestellt und emotional in enem Lauf! Dazu die etwas arrogante Einstellung der Amis, die erst 2 Tage vorher eingetroffen waren und sich noch nicht an Zeitumstellung und Klima gewoehnt hatten.

Vielleicht mag auch der Besuch von George Bush auf der Anlage am Vormittag (14 Autos, gesperrte Autobahn) dazu beigetragen haben, dass die Amis sich schlecht konzentrierten.

Schlechter als auf jedem Europaeischen Turnier ist hier der Athletenbereich, in dem es keinen Ruheraum, keine Fernsehuebertragung etc. gibt. Was hier als Athletslounge dargestellt wird ist mit einem Wartebereich in einem mitteldeutschen Kleinbahnhof vergleichbar. Dafuer sind aber die Bereiche fuer die VIP erster Klasse gut. Geht ja auch nicht um Sport hier …;-)

Ansonsten gab es sportlich keine Ueberraschung, David und Eric liessen sich von der Stimmung und den Gegebenheiten irritieren und hatten im letzten Spiel des Tages eigenlich schon verloren, als die Norweger dann den Sieg doch noch aus der Hand gaben. Nach einer staendigen Fuehrung im ersten Satz war dieser ueberraschend fuer uns zu 19 verloren gegangen, im zweiten stand es 18:14 und 20: 17 fuer Norwegen. Ich hatte meine Tasche schon in der Hand und wollte ins Dorf fahren, da wachten unsere Recken endlich auf und drehten das Spiel. Mit 22:20 und dann zu 7 im dritten Satz verliessen wir zusammen mit sichtlich geschockten Norwegern die Anlage im letzten Bus. Ankunft im Dorf um 1.30h, dann essen und Massage. Gegen 2.30h war ich im Bett um heute 7.30h die Mannschaftsleitersitzung zu besuchen. Schlaf fehlt an allen Ecken.

Bitte also nicht wundern, wenn ich heute beim Dreh mit Harald Schmidt, der von unseren Maedchen baggern lernen will, fertig aussehe. Ich habe auch fertig!

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