Corona – wirklich so schlimm?

Gegen Angst hilft Wissen. Und es hilft zu eigenen Meinungen zu kommen und nicht alles zu glauben, was irgendwo gesagt oder geschrieben wird. Fakten können so oder so interpretiert werden. Bisher machen die Medien die Meinungen. Der folgende Artikel soll helfen, dass Sie sich eine eigene Meinung bilden können. Nutzen Sie Ihren Menschenverstand.

Italien ist das Land mit den meisten „Coronatoten“. Man muss dabei allerdings wissen, dass jeder Tote, bei dem das Corona-Virus nachgewiesen wurde, als Coronatoter gilt, auch wenn er z.B. an einer Blutvergiftung oder einer Thrombose gestorben ist. Italien fordert Hilfen, EU-Gelder, eine Vergemeinschaftung der Kosten etc… (Eurobonds wollten sie zuvor auch schon wegen ihrer maroden Staatsfinanzen haben). Es sei alles außergewöhnlich schlimm in Italien. Ich glaube eher an eine sehr einseitige Berichterstattung.

Hier einige einfach zu recherchierende Fakten: http://www.salute.gov.it/portale/caldo/…

Italien:  Bevölkerung 60,43 Mio. Sterberate 10,7‰, Geburtenrate 7,6%. In Zahlen : 649000Tote und 461000 Geburten pro Jahr. Das bedeutet, pro Tag sterben in Italien durchschnittlich 1778 Menschen, und 1263 werden geboren. Knapp 1800 Tote pro Tag sind also normal in Italien, und im Winter sind es stets mehr als im Sommer. Der Link oben zeigt die Sterblichkeit von Italienern 65+, saisonal aufgeschlüsselt. Von einer erhöhten Sterblichkeit ist im Jahresvergleich nichts zu sehen.

Aber die Belastung des Gesundheitswesens ist real. Das, was im Winter zum Tode führt, seien es Influenza oder andere Atemwegsinfekte, Herzkreislauferkrankungen etc., hat sich durch Corona nicht verändert. Trotzdem werden nun mehr Menschen unter dem Verdacht einer Coronainfektion dem Gesundheitswesen zugeführt. Und es gibt in Italien viele alte und kranke Menschen, die heute eher in Krankenhäusern sterben als zu Hause und die jetzt vermehrt ärztlich versorgt werden. Wenn Ärzte Kranke nicht mehr normal untersuchen, weil sie bei einem „Coronaverdacht“ 14 Tage lang nicht arbeiten dürfen und mit ihrem wirtschaftlichen Verlust weitgehend alleine gelassen werden, begibt sich kein Arzt in eine für ihn riskante Situation. Nur wenige Ärzte haben eine Schutzausrüstung, die sie auch noch selber beschaffen und bezahlen müssen. Deswegen werden nun alle Verdachts-Fälle direkt an die Krankenhäuser verwiesen. Und die schaffen das erhöhte Aufkommen an Patienten nicht mehr. Und wegen der seit Jahren vorgeschriebenen Wirtschaftlichkeitsprüfung stehen auch keine großen Bettenkapazitäten zur Verfügung. Italien hat laut Medienberichten 8000 Intensivbetten und eine normale Auslastung von ca. 90%. Bleiben also 800 Betten, um zusätzliche Beatmungspatienten zu behandeln. Ob das ausschließlich Corona-Patienten sind, muss kritisch gefragt werden, aber wenn jeder Schwerkranke, der auch Corona infiziert ist, als Coronapatient geführt wird, steigen die statistischen Zahlen natürlich an. Durch das bestehende System kommt es zu einer Überlastung der Strukturen in Italien – und davor hat die deutsche Regierung ebenfalls Angst. 

Von einer besonderen Sterblichkeit durch das Virus kann keine Rede sein. Vielmehr handelt es sich offensichtlich um die Folgen eines  Geschehens, das, gefördert von den Medien und der Politik weltweit, eine „gewöhnliche“ Virusinfektion zu einer politischen und gesellschaftlichen Krise gemacht hat.

In den Grafiken unten (Quelle: https://www.euromomo.eu/outputs/zscore_country65.html)

zeigt sich nach Ländern und Zeiten aufgeschlüsselt die Sterberate. Ich habe hier die Gesamtsterblichkeit und die der Gruppe der über 65-jährigen rauskopiert. Im Winter 2016/2017 gab es, auch in Italien, deutlich mehr Tote. Was wir heute erleben, ist keine Besonderheit im Sinne einer besonderen Gefahr für die Bevölkerung.

Gefährlich ist das Virus kaum mehr als andere, gefährlich ist, was die Politik daraus macht.

Politische Fehleinschätzungen und Überreaktionen kennen wir von Vogelgrippe und Schweinegrippe, bei denen die Szenarien nicht eingetroffen sind und bei denen Unsummen im Vorhinein in Erwartungen investiert wurden, die nie eintraten. Nun versuchen unsere Politiker und ihre beratenden Experten uns eine Viruspandemie zu verkaufen, die wir in ähnlicher Form jährlich haben und die, wie statistische Vergleiche nahelegen, kein erhöhtes Risiko gegenüber den jährlich wiederkehrenden winterlich ansteigenden Sterblichkeiten darstellt. Problematisch ist nicht die potenzielle Virusinfektion. Virusinfekte treffen  immer die Schwachen und Kranken und löschen in jedem Jahr, im Winter mehr als im Sommer, Leben aus. Ungewöhnliche Einzelschicksale sind zwangsläufig dabei und werden als Rechtfertigung  für politisches Handeln („Auch Jüngere können fatale Verläufe erleiden..“) ausgeschlachtet. 

Problematisch ist, dass man diesmal ein Virus identifiziert hat, das niemand kannte und das zu einer politischen (Über- oder Panik-) Reaktion führt. Die Panikmache und die Unangemessenheit der resultierenden Entscheidungen für die Gesellschaft sind Folge politischen Handelns. Die einseitige Interpretation von Daten, die allen zur Verfügung stehen (siehe angegebene Quellen) führt zu politischen Reaktionen, die uns alle über Jahre beeinträchtigen. Jemand, der diese Daten anders interpretiert, läuft Gefahr  verunglimpft und der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden.. Hier greift der Herdentrieb. Niemand mag sich widersetzen oder kritisch äußern – vor allem nicht in Zeiten der Shitstorms und der sozialen Ausgrenzung.

Deswegen bitte ich alle, sich selbst mit den Fakten auseinanderzusetzen. Schauen Sie sich die Daten an, denken Sie selber. Dann können Sie Angst und Panik entgegenwirken.

Auch in Deutschland gibt es Zahlen. Und ich habe schon in früheren Stellungnahmen darauf hingewiesen, dass die jährliche Grippe noch immer das größere Problem ist.  Wir testen nicht flächendeckend auf Influenza, sonst würden auch diese Zahlen stärker steigen.

Wenn man sich die Zahlen für Deutschland ansieht, (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html) findet man folgende Informationen: 83,2 Mio Menschen leben in Deutschland. Pro Jahr sterben bei  uns in etwa 932 000 Menschen (2017). Haupttodesursache sind Herz-Kreislauferkrankungen (344500), Krebs (227600) und Krankheiten des Atemsystems (68400). Bei den Atemwegserkrankungen sind außer Infekten auch Asthma, COPD, etc. enthalten. Im Durchschnitt sterben bei uns also 2553 Menschen täglich. 787500 Geburten pro Jahr bedeuten 2054 neue Erdenbürger täglich und einen Realverlust von knapp 500 Einwohnern pro Tag.

Angeblich haben wir jedes Jahr eine Vielzahl von Grippetoten. Die Grippetoten werden geschätzt, siehe dazu Kopie aus dem Bericht 2018/2019 des RKI unten. Nachgewiesene Grippetote mit Labornachweis des Virus gem. Infektionsschutzgesetz bedeutet, wie auch bei Corona, dass bei nachgewiesenem Virus dieses als Todesursache in der Statistik auftaucht, auch wenn die tatsächliche medizinische Todesursache multifaktoriell ist, wie bei den allermeisten Menschen mit Vorschädigungen des Organismus.

Die beängstigende Zahl für Grippe (25000 Tote pro Jahr) lässt sich nicht aufrechthalten, ebenso wenig wie die Impfempfehlung – weil der Impfstoff bei denen, die ihn benötigen würden (Alte >60 Jahre, Kranke) bestenfalls eine Schutzquote von 30% erreicht.(Quelle RKI Bericht 2017).

Ob angesichts dieser Praxis und den Erfahrungen mit den Maßnahmen der Regierung bei vorangegangenen Pandemien das Vertrauen in die politischen Entscheider gerechtfertigt ist, muss jeder selbst entscheiden. Angst und Panik sind jedenfalls  keine guten Begleiter für sinnvolles Handeln.

(RKI-Bericht Influenza  2018/2019, Seite 48):

Es bleibt dabei: die Schwachen und Gefährdeten müssen geschützt werden – aber sie müssen auch selbst mitmachen. 

Eine besondere Quarantäne für diese Gruppe und eine Lockerung der Einschränkungen für alle anderen könnten die gesellschaftlichen Folgen abmildern, ohne die Verpflichtung des Staates zum Schutz seiner Bürger zu vernachlässigen. Es wird Zeit zu differenzieren und nicht alle Menschen gleich zu behandeln.

Eine Notwendigkeit für den  jetzt avisierten Shutdown bis zum 19. April als Notmaßnahme ergibt sich für mich aus den vorliegenden Daten nicht. 

Bitte lesen Sie selbst und machen Sie sich selbst ein Bild.

Und wer noch mehr wissen will, mag bitte dem Kollegen zuhören: https://www.youtube.com/watch?v=i-4WVFXz74Y  (Faktenzusammenstellung und Kommentar eines Kollegen)

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