Eingewöhnen – das Dorf wird voller

Der dritte Tag – nachdem fast alle SpielerInnen da sind (heute kommen noch Brink/Reckermann mit Trainer, der hoffentlich den versprochenen Rotwein einfliegt und dem nicht das mMißgeschick passiert, dass, wie bei mir eine Flasche kaputt geht), ist geprägt von organisatorischen Kleinigkeiten. Z.B. haben die Duschen Filter, die den Wasserfluss regulieren, die aber mit wenigen Handgriffen ausgebaut werden können, damit überhaupt mal genug Wasser rauskommt. Unsere Fenster sind verriegelt, damit niemand rausfallen oder bößwillig runterspringen kann, wenn er nicht gewonnen hat. Aber auch die Fensterverriegelung haben wir inzwischen geknackt, jetzt können wir wenigstens mal lüften. Der Himmel zieht sich zu,vieles spricht für Regen am Eröffnungstag. Es ist stickig und die Aircondition verdient den Namen nicht.

 

Durch die Öffnung der Olympic Lanes wird unsere Fahrzeit zum Training um etwa 30 Minuten kürzer, es sind nur noch 40 Minuten Fahrt. Erste Trainingseindrücke der Spieler sind interessant. Der Sand ist tiefer als auf jedem anderen Turnier, was bedeutet, dass die Sprunghöhe etwa 5 cm niedriger ist im Durchschnitt. Große Spieler sind im Vorteil, kleine haben es schwerer auf Höhe zu kommen und sind in ihrm Spiel eingeschränkt. Es wird anfänglich viele  Netzkantenbälle im Angriff geben. Da de Trainingscourts nicht so tief sind, muss sich jedes Team erst einml an den Centercourt gewöhnen. Ich bin gespannt, ob wir Überraschungen erleben werden.

Das Dorf füllt sich langsam, täglich reisen Gruppen an und werden im Haus verteilt, gestern kamen die Schwimmer.

In der Mensa sind zu Stoßzeiten die Sitzplätze knapp, im viel zu kleinen Fitnesscenter drängen sich die Mannschaften morgens und nachmittags.

Ich war heute im Kraftraum, ein bißchen Sport muss auch der Doktor machen, denn heute reist Julius Brink an, der gerade einen Film über den fettesten Tank aller Zeiten dreht und mich täglich zu meinem Gewicht und meinen Eindrücken interviewt. Begonnen hat er bereits in Klagenfurt. Die Ausstrahlung wird nur intern vorgenommen:-))

Wir leben uns ein, suchen noch einen geeigneten Ablauf für alle Teams und ein Kommunikationssytem, in dem alle das Nötige wissen und nicht mit zuviel Input überfordert werden. Wenn das Turnier läuft gehen alle Teams ihrer eignen Routine nach und wir Funktionäre müssen uns an alle Teams gleichzeitig anpassen – das wird stressig, aber ist durch die Erfahrung der letzten beiden Spiele leichter zu bewältigen.

Der Höhepunkt kommt noch…mehr wird nicht verraten.

Die Hockeyspielerin, die die Fahne beim Einmarsch tragen wird, wohnt 2 Etagen unter uns und feierte die Entscheidung in der Mensa. Gute Stimmung im Haus!

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