Mit dem Ruecken zur Wand

Nachdem nun alle je einmal gewonnen und verloren haben, sind wir auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die teils ueberzogenen Selbsteinschaetzungen der Teams haben sich auch in ihren Koepfen relativiert. Es geht fuer alle noch ums weiterkommen. Keiner ist sicher, obwohl wir das erhofft und bei den Jungs eingangs auch erwartet hatten. Bis auf Okka und Stephie hat keines der Teams die Erwartungen erfuellt, die sie selbst an sich stellen. Waehrend die Schweizer Maenner und auch die Amerikaner bei Olympia ihre beste Saisonleistung abgerufen haben, laufen unsere Teams ihrer Form ein bisschen hinterher. Daran moegen die wirklich nicht menschenfreundlichen Anfangszeiten mitten in der Nacht und der ungewohnte Rhythmus mit Schuld sein, aber die anderern kriegen es ja auch hin. Uns fehlt nun das Trainingslager, das wir ja aus bereits diskutierten Gruenden nicht so durchfuehren konnten, wie geplant. Nun wird die Zeit im Dorf lang, die Stimmung gereizter und die Leistung schlechter. Nicht jedem gelingt es, die Vielzahl der Eindruecke adaequat zu verarbeiten.

Medizinisch haben wir es noch im Griff. Im Gegensatz zu anderen Teilmannschaften ist bei uns niemand krank, die Verletzungen halten sich in Grenzen und wir sind mit unserer Arbeit in der Lage, bisher die Einsatzfaehigkeit zu garantieren.

Nun kommt es auf die Trainer an, die die Taktik ausarbeiten muessen und auf die SpielerInnen, die das umsetzen muessen. Ab heute Abend stehen wir mit dem Ruecken an der Wand. Wenn wir nicht alle in die zweite Runde kommen, koennen wir unser Ergebnis von Athen nicht bestaetigen. Und das obwohl wir in der Weltrangliste wesentlich besser dastehen als 2004.

Interesanterweise geht es in den letzten 4 Spielen 3 x gegen Holland.Ein 2:1 sollte drin sein. Und wenn die Schweizen dann noch so freundlich sind und die Norweger besiegen, dann duerften auch Eric und David es in den „Hoffnungslauf“ schaffen,- oder sie wachsen erstmals ueber sich hinaus und schlagen mal Nummerdor/Schuil – die designierten Olympiasieger (neben Rogers/Dalhauser).

Ich hoffe dass von unseren letzen Vorrundenspielen viel im TV in D zu sehen ist und dass uns viele dieDaumen druecken. Wir haben es noetig!

© Copyright Praxis Dr. Tank