Schluss

Wer die Schlussfeier gesehen hat, weiß, dass die Briten sich toll präsentiert haben und stolz auf sich selbst sind. Können sie auch sein. Eine atemberaubende Show, wenn auch teils langatmig,- vor allem wenn man im Innenraum stehen muss und keinen Überblick hat, beschloß die Spiele der 30. Olympiade. Für uns heißt es nun packen, aufräumen, Leihsachen zurückgeben, Schlüssel sortieren und verabschieden. Das Dorf ist schon seit einigen Tagen spürbar leerer geworden, LKW-Container stehen rum und werden beladen, in der Mensa ist nur noch ein Teil der Essenausgaben besetzt, die Schlangen bei McDonal´s werden immer länger, im Kraftraum gibt es kein Gedränge um die Geräte mehr Nach Abschluß des Wettbewerbs konnte ich tatsächlich einmal ins Deutsche Haus gehen und feststellen, dass man Essen auch würzen kann. Hier im Dorf gibts nur Salz und Pfeffer und eine Vielzahl verschiedener Saucen, mit denen man sich Geschmack weitgehend selbst herstellen muss.

Zur Abschlussfeier wollten wir eine Gummpuppe mitnehmen, um das Geheimnis endlich zu lüften, auch der Presseattache war dafür, allein die politische Führung der deutschen Mannschaft sah eine Gefahr, dem Image zu schaden.

Typisch deutsch!

Jetzt geht es auf das Traumschiff, eine 30-stündige Rückfahrt mit Einlaufen in Hamburg. Darauf freue ich mich, denn diese Reise ist wirklich einmal nicht mit Arbeit verbunden. Und mit einem Schiff im Hamburger Hafen wollte ich schon immer mal ankommen. Ankunftszeit für Interessierte ist gegen 10 Uhr am Mittwoch den 15. August. Große Teile der Olympiamannschaft werden an Bord sein und dann zum Empfang ins Hamburger Rathaus eingeladen. Ab Mittwoch Mittag ist das Olympiaabenteuer beendet. Ab Donnerstag bin ich wieder in der Praxis.

Ihr Olympiasiegerarzt 😉

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