Taifun, Sieg und Langeweile

Wir haben, nachdem auch unsere Jungs in einem guten Spiel gegen die Silbermedaillengewinner von Rio, Nicolai und Lupo aus Italien, verloren haben, endlich den ersten sportlichen Sieg eingefahren.

In einem durchwachsenen Spiel gewannen Laura und Maggi gegen Japan, gleichbedeutend mit dem Weiterkommen in die K.O.-Runde und einem schon gesicherten 9. Platz, aus dem bei einem Sieg im Achtelfinale der 5. Platz werden könnte.

Borger Sude hatten gegen die amtierenden Weltmeister aus Kanada nicht das nötige Durchsetzungsvermögen und eine zu hohe Fehlerquote und unterlagen auch im 2. Gruppenspiel. Nun kommt es übermorgen gegen die Niederlande zum Entscheidungsspiel. Der Sieger zieht in die K.O.-Runde ein, der Verlierer reist ab.

Sportlich steht ab übermorgen Langeweile auf dem Programm. Die Jungs haben bis zum letzten Gruppenspiel 3 Tage frei, Laura und Maggi bleiben wegen des Corona-bedingten Ausfalls der Tschechen sogar, je nach Auslosung, 5-6 Tage ohne Wettkampf. Da wir nirgends hindürfen und die Freizeitmöglichkeiten im Dorf quasi NULL sind, brauchen wir Ablenkung, die wir für die Sportler zu schaffen versuchen.

Z.B. ein bißchen putten üben…

Uns helfen die Fernsehstationen, die gerne Athleten ins Studio einladen. Es dürften also in den kommenden Tagen vermehrt Beachvcolleyballer auf der Mattscheibe zu sehen geben.

Nun zum Taifun: Die Warnungen kursieren, Rudern und Bogenschießen wurden verschoben, im Beachvolleyball hat man Angstm dass Windböen die Anzeigetafeln oben auf dem Stadion umwehen könnten.

Die Wahrheit hier: der Taifun ist ca. 200 km nördlich von Tokyo, wir hatten gestern erstmals Regen und eine willkommene Abkühlung. Die Luft wird durch leicht auffrischenden Wind angenehmer, unser Sport leidet nicht unter den Bedingungen, im Gegenteil, es ist weniger heiß auf dem Platz – zumindest bis jetzt.

Ich sag´s mal so: wenn das der Taifun ist, dann will ich jeden Tag einen ;-))

© Copyright Praxis Dr. Tank